Ohne meinen Master keine meisterhafte Präsentation

Martina Bloch am 6. Oktober 2017 um 10:00 Uhr

Im September war ich vom  Xing Business Club Münster eingeladen, einen Vortrag zu halten.

Thema:   „Kaltakquise in Social Media Zeiten?“
Braucht man in Social Media Zeiten noch Kaltakquise? Martina Bloch wird Ihnen zeigen, warum „JA“ und „NEIN“ beides richtige Antworten sind und wie sich Kaltakquise auch heute noch lohnen kann.

Über 60 Mitglieder hatten sich angemeldet.
Meistens halte ich Vorträge ganz ohne Folien, doch hier sagte mir mein Gefühl, Folien seien doch eine gute Verstärkungsmöglichkeit der Punkte, die sich ins Gehirn der Zuhörer bohren sollen.
Soweit ok. Doch: ich hatte keinen  Master mit meinem Logo.

Jetzt kann ich wirklich gut reden, nur Grafik und Design sind so gar nicht meine Kernkompetenz.
Was also tun?
Da lohnte es sich, dass ich bei Facebook bin. Denn dort hatte just ein paar Tage zuvor eine Netzwerkkollegin von den tollen Masterfolien geschwärmt, die ihr Peter Claus Lamprecht, der Präsentationsoptimierer erstellt hatte.

Mit PC’L bin ich befreundet. Jetzt wollte ich mit ihm arbeiten.  Er mit mir auch 🙂
Allein die Vorstellung, mich nicht mehr mit den Masterfolien abquälen zu müssen, sorgte bei mir für gute Laune.

Dann kam der Entwurf!


Nicht einmal ansatzweise hatte ich eine solche Vielfalt und solch einen Ideenreichtum erwartet.

Ich bin begeistert. Die unterschiedlichen Masterfolien erlauben es mir ganz einfach, meinen Vortrag zu strukturieren und die wichtigen Punkte und Eyecatcher einzubauen.
Durch mein Lob an PC’L auf FB entstand die Idee, die Entstehung der Masterfolien von PC’L als Projektbeschreibung zu veröffentlichen.
Hier ist sie nun.
Was sagen Sie zu den Folien?

Projektbeschreibung: Einen PowerPoint-Folienmaster von Grund auf neu erstellen

Projekt: PowerPoint-Folienmaster

Briefing

Für einen Vortrag, bei dem die Auftraggeberin PowerPoint einsetzen möchte, soll eine neue PowerPoint-Mastervorlage erstellt werden. Diese Vorlage soll zu einem späteren Zeitpunkt auch als Vorlage für E-Books dienen.

Ein „Corporate Design Guide“ mit Angaben zum Logo, zur Haus-Schrift und zu den Farben ist vorhanden. Außerdem stehen das Logo und weitere grafische Elemente als Vektor-Dateien (*.eps / *.pdf) zur Verfügung. Der CD Guide enthält Gestaltungsbeispiele für das Briefpapier und die Visitenkarten.

Die eingesetzte PowerPoint-Version ist PowerPoint 2010 (Windows).
Die Haus-Schrift ist „Calibri“, eine Schrift, die auf jedem Rechner, auf dem Microsoft Office installiert ist, zur Verfügung steht.

 

 

 

Beratung, Konzept

Der Projektor, der während des Vortrags zum Einsatz kommt, ist ein altes Modell mit einer nativen Auflösung von 1024×768 Pixeln. Das bedeutet, die PowerPoint-Folien müssen im Bildseitenverhältnis 4:3 angelegt sein.
Da vermutlich der Projektor nicht besonders lichtstark ist (Leuchtmittel verlieren mit der Zeit an Leuchtkraft) und die Auflösung des Gerätes gering ist, müssen die Folien sehr plakativ gestaltet werden. Der Folienmaster wird daher die plakative Gestaltung begünstigen.

Es wird entschieden, zunächst einen PowerPoint-Master im Format 4:3 zu gestalten, zu testen und zu optimieren. Eine Variante im Breitbildformat 16:9 kann später bei Bedarf kurzfristig erstellt werden.

Der Master wird im ersten Schritt für Vorträge (live vor Publikum) optimiert. Es wird bereits jetzt berücksichtigt, dass er später auch als Vorlage für E-Books im PDF-Format dienen soll.

Generell soll der Master Halt bieten. Das heißt, die Anordnung der Text-Platzhalter, die voreingestellte Schriftgröße und die Position der grafischen Elemente sollen für die meisten Inhalte geeignet sein. Die fertigen Folien sollen professionell und „ordentlich“ aussehen.
Gleichzeitig soll der Master die Anwenderin nicht einschränken. Es soll die Möglichkeit geben, Folien vollkommen frei zu gestalten.

Umsetzung

PowerPoint 2010 unterstützt Folien-Layouts. Damit ist es möglich, neben den Standard-Folien-Typen „Titelfolie“ und „Titel und Inhalt“ weitere Folien-Typen frei zu definieren und im Master zu hinterlegen. Folgende Layouts werden angelegt:

 

 

  1. Titelfolie“ (Standard, wichtig für Abwärtskompatibilität)
  2. „Titel und Inhalt“ (Standard, wichtig für Abwärtskompatibilität)
  3. „Botschaft 1“ → Folien-Layout für plakative Aussagen und Zitate auf hellem Grund
  4. „Botschaft 2“ → Folien-Layout für plakative Aussagen und Zitate auf dunklem Grund
  5. „Abschnittsüberschrift“ → Folien-Layout für Zwischentitel
  6. „Nur Titel“ → Folien-Layout mit Platzhalter nur für den Folientitel, sonst frei zu gestalten
  7. „Leer“ → Folien-Layout ohne Platzhalter und grafische Elemente, weißer Hintergrund
  8. „Schwarz“ → Folien-Layout ohne Platzhalter und grafische Elemente, schwarzer Hintergrund

Beispiel „Titelfolie“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Plakativer Titel auf dunklem Grund. Schrift, Großbuchstaben und Schriftgrößen sind festgelegt. Untertitel optional. Es ist darauf zu achten, dass die Schrift nicht ins Logo hineinragt.

Beispiel „Botschaft 1“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Plakative Botschaft auf dunklem Grund. Auch für Zitate geeignet (wie bei „Botschaft 2“).

Beispiel „Botschaft 2“ als Zitat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Plakatives Zitat auf weißem Grund. Schriftgröße und Spiegelstrich für die Quellenangabe sind vordefiniert.

Beispiel „Abschnittsüberschrift“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Layout ist das grafische Element „Boot“ als Wasserzeichen vollständig zu sehen. Schrift, Großbuchstaben und Schriftgrößen sind festgelegt. Untertitel optional.

Beispiel „Nur Titel“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Layout „Nur Titel“ enthält nur den Platzhalter für den Folientitel sowie die Welle des „Bootes“. Der gesamte Bereich unterhalb des Titels kann frei gestaltet werden, zum Beispiel mit Screenshots oder Fotos.

Beispiel „Leer“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Layout, das in den meisten PowerPoint-Folienmastern fehlt: Einfach eine leere Seite, die vollkommen frei gestaltet werden kann. Ideal für Bilder, Screenshots und Symbole. Dieses Layout gibt es noch in einer schwarzen Variante, das sich z.B. für das Einfügen von bildfüllenden Videos eignet.

Schlussbemerkung

Dieses Projekt ist „work in progress“. Aufgrund des vorhanden CD Guide und der Dateien im richtigen Format (Logo, grafische Elemente) sind bisher weniger als zwei Arbeitsstunden angefallen. Künftige Ergänzungen werden stundenweise erfolgen.

Selbstverständlich ist es möglich, gute PowerPoint-Master auch ohne CD Guide zu erstellen. Orientierung bieten mir dann Websites und Drucksachen (Visitenkarte, Briefpapier, Flyer etc.) Für diesen grundlegenden Gestaltungsprozess sind mindestens vier zusätzliche Arbeitsstunden einzukalkulieren. Logodesign und die Entwicklung eines Corporate Design biete ich nicht an.

Dank

Vielen Dank an Martina Bloch für die Gelegenheit und die Erlaubnis, dieses Projekt öffentlich zu machen.

Außerdem danke ich Katja Frauenkron, die mit ihrer hervorragenden Arbeit diesen PowerPoint-Master überhaupt erst ermöglicht hat.

Ich danke dir, lieber PC’L für deine mich inspirierende Arbeit. Die setzen wir mit der Erweiterung der Folien sicher fort.
Schließlich will ich unbedingt noch mehr Vorträge halten!

Post Scriptum

Peter Claus Lamprecht hat ein Buch zum Thema Präsentation geschrieben.

Ratgeber-Buch „PowerPoint und Prezi: Sehr gut präsentieren (Digitale Welt für Einsteiger)

 

Das können Sie im Buchhandel bestellen oder online bestellen.
Wenn Sie ein wenig denken wie ich, bestellen Sie es nur nicht über Amazon!

Blogparade: Was ist für Dich Erfolg in Deinem Business?

Martina Bloch am 1. Oktober 2017 um 17:16 Uhr

Was ist für dich Erfolg?

Diese Frage stellte Martina Troyer von Netzgewand  auf Facebook und startete damit eine Blogparade.

Diese Fragen stellt sie:

1.) Welches Business bewegt dich? Was machst Du?

Ich liebe und lebe Akquise. Für Kunden mit erklärungsbedürftigen Produkten und Dienstleistungen entwickle ich den Elevator Pitch, erarbeite mit ihnen zusammen Akquisestrategien und nehme ihnen bei Bedarf die sogenannte Kaltakquise ab.
Zusätzlich gebe ich Kaltakquiseworkshops, veranstalte Akquisetalks und halte Vorträge rund um das Thema Akquise.

2.) Bist Du selbständig? Wenn ja, wie lange schon? Womit beschäftigt sich Dein Blog?

Ja, ich bin selbständig, tatsächlich schon 20 Jahre! Mein Blog hat als Kernthema  die Akquise, was sonst 🙂 und berührt auch angrenzende Bereiche, weil die Grenzen eh immer schwimmend sind.

3.) Was macht für Dich Erfolg aus? Wie definierst Du „erfolgreich sein“?

Das ist eine sehr gute Frage. Zu deren Antwort ich einfach ausholen muss, weil in meinem Leben Erfolg immer wieder etwas anderes war.
Ich weiß, die Frage ist: Erfolg im Business.
Das ist mir aber nicht genug. Ich will hier und heute über Erfolg im gesamten Leben schreiben.
Weil das eine ohne das andere nicht reicht.

Also, was war Erfolg für mich und was ist es heute?

Mal chronologisch:

Während der Schulzeit war es ein Erfolg, keine 5 zu schreiben und am Ende des Schuljahres versetzt zu werden.

Während der Lehrzeit war Erfolg, die Berufsschule möglichst lässig und mit guten Noten zu durchlaufen. In der Werkstatt sollten die Werkstücke richtig gut werden, damit die Kunden zufrieden waren.
Dann war es mein Lehrherr auch.
Am Ende galt es, ein möglichst gutes Gesellenstück herzustellen und die praktische wie theoretische Prüfung gut zu bestehen.

Während des Studiums war Erfolg, die Scheine schaffen und mit dem Wunschteam ein Wunschprojekt zu planen.
Sowohl während der Schulzeit, der Lehrzeit als auch im Studium war mein Erfolg immer wieder sehr schwankend.
Sehr zum Leidwesen meiner Mutter, mir selbst hat es nicht soviel ausgemacht.

Alle Stadien habe ich am Ende  erfolgreich beendet, was bedeutete:

Ich bin nicht durchgefallen.
So klein kann Erfolg sein!

Dann ab ins Angestelltenberufsleben. Was machte da den Erfolg aus?
Auf alle Fälle das Gehalt.

Also Erfolg = Geld.
Da ich damals eine sehr schlechte Verhandlerin war, war dieser Erfolg nicht so meiner.

Erfolg war: Auf der Baustelle als Frau zu bestehen.

Zu erreichen, dass Handwerker mit jahrelanger Erfahrung mir , der gerade von der FH gekommenen Innenarchitektin, nicht nur zuhörten, sondern auch taten, was ich sagte.
Dass mir das gelungen ist, darauf bin ich noch heute stolz.

Es war ein richtig großer Erfolg!

Der nächste Lebensabschnitt ist sehr privat. Heirat, Kinder.
Darauf gehe ich später noch ein.

Dann die Selbständigkeit.

Erfolg war und ist dort bis heute:
Genug gute Kunden zu gewinnen.
Soviel Geld zu verdienen, dass ich damit zufrieden bin.
Am wichtigsten aber: Kunden so richtig zufriedenzustellen.

Ist das bis heute geglückt? Mal mehr, mal weniger, wie wohl bei fast allen Selbständigen.
Doch erfolgreich nenne und fühle ich mich trotzdem, denn allein die Tatsache, dass es mein Unternehmen schon 20 Jahre lang gibt und ich mich nie wieder habe anstellen lassen (müssen), ist ein großer Erfolg, den ich selbst von mir nicht erwartet hatte.

4.)Was hältst Du von Erfolgstipps im Netz? Was davon motiviert Dich, was schreckt Dich besonders ab und warum?

Wenn es diese kleinen billigen „In 2 Tagen reich bis ans Lebensende“  Tipps sind, dann klicke ich sie sofort weg. Ich gehöre nicht zu den Dummen, die jeden Tag aus dem Zug aussteigen, und sich ein X für ein U vormachen lassen.

Wenn es Tipps von Menschen sind, die ich, zumindest virtuell, ganz gut kenne und schätze, dann lese ich sie aufmerksam, denn Neues zu lernen ist immer eine gute Idee und eventuell ist für mich Wertvolles dabei.

5.)Hast Du einen eigenen (ultimativen*) Tipp zum Thema Erfolg?

Ultimative Tipps habe ich überhaupt keine.
An sich selbst zu glauben, sich nicht irre machen zu lassen, anderen zuzuhören, hartnäckig und fleißig zu sein, das sind für mich Wege zum Erfolg.

6.) Was wäre für die nächste Zeit Dein größter Wunsch hinsichtlich Erfolg?

Ich würde, nein ich werde! mehr Vorträge und Workshops halten. Um mehr im direkten Kontakt zu Menschen zu stehen. Das zu erreichen, ist der Erfolg, den ich mir im Moment besonders wünsche.

7.) Und zum guten Schluss: Was wünschst Du dir im Zusammenhang mit dieser Blogparade?

Ersteinmal sage ich Danke, dass es die Blogparade überhaupt gibt.
Wenn es dann dazu ein EBook geben kann, das die unterschiedlichen Betrachtungsweisen von Erfolg zusammenfasst, wäre das natürlich toll!

8.) Jetzt zum Schluss erzähle ich, warum ich mir das Thema nur aufs Business bezogen zu wenig war.

Denn, älter werdend, erkenne ich, wie unwichtig es am Ende des Tages ist,  wie viel pekuniären Erfolg ich habe.

Natürlich soll es zum Leben reichen, doch viel wichtiger sind für mich Tatsachen wie:

So lange schon so glücklich verheiratet sein zu dürfen.
Mit unseren Kindern eine große Vertrautheit zu pflegen.
Eine große Familie, gute Freunde und ein großes Netzwerk zu haben, die alle zusammen mich auch durch trübe Zeiten tragen.
Nach schwerer Krankheit wieder gesund zu sein.

 

Dies alles zusammen ist für mich Lebenserfolg.

Der mich wirklich glücklich und zufrieden macht, auch wenn das geplante Schnitzel mal nur ein Butterbrot wird.

 

 

 

DSGVO und Werbeeinwilligung – das ändert sich 2018

Martina Bloch am 6. Juli 2017 um 12:58 Uhr

Haftungsausschluss: Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung

 

Neue EU Datenschutzverordnung ab Mai 2018

Bisher sind Werbung betreffende  Rechte und Pflichten vor allem im UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) sowie im BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) geregelt.

Anfang 2018 soll nun die  DSGVO in Kraft treten und zumindest das BDSG ablösen.

Was bedeutet das für den Adresshandel?

Bisher gab es das so genannte Listenprivileg, das Unternehmen gestattet Adressen und Daten zu sammeln, um diese für Werbezwecke zu vermarkten. In der DSGVO findet dieses Listenprivileg keine Erwähnung mehr.  Besonders für den Handel mit Privatadressen, also mit personenbezogenen Daten könnte das Schwierigkeiten bedeuten. Aber auch Firmenadressen enthalten oft personenbezogene Daten, wie beispielsweise einen Ansprechpartner, als Zusatzinformation.

Was sind die neuen rechtlichen Grundlagen?

Neu sind die 173 Erwägungsgründe, auf deren Grundlage die darauffolgenden Artikel der DSGVO basieren. Besonders wichtig ist Erwägungsgrund 47, der unter anderem besagt: „Die Verarbeitung personenbezogener Daten zum Zwecke der Direktwerbung kann als eine einem berechtigten Interesse dienende Verarbeitung betrachtet werden.“  Und wenn der Betroffene „vernünftigerweise absehen kann, dass möglicherweise eine Verarbeitung für diesen Zweck erfolgen wird.“

Damit wäre die Speicherung und ggfs. die Weitergabe personenbezogener Daten für Werbezwecke grundsätzlich erlaubt. Die Absehbarkeit der Verarbeitung für Direktwerbung wird mutmaßlich vor allem dann gegeben sein, wenn die Daten veröffentlicht wurden, also für jedermann zugänglich sind.

Zum Beispiel ist dies der Fall bei einem öffentlich einsehbaren Impressum auf einer Webseite. Der dort angegebene Ansprechpartner ist zwar eine personenbezogene Information, aber durch die Veröffentlichung im Internet ist absehbar, dass er kontaktiert werden könnte.

Die Veröffentlichung ist aber kein Freifahrtschein. Die Verwendung der Adressen und Zusatzdaten darf nach wie vor nur in sehr engem Rahmen passieren. Dieser Rahmen wird unter anderem im Artikel 5 DSGVO genauer beschrieben. Wichtig ist, die Interessen des speichernden Unternehmens gegen die Interessen des Betroffenen abzuwägen.

Wann dürfen Daten nach der neuen DSVGO gespeichert werden?

Besonders hervorgehoben wird im besagten Artikel 5 eine faire, also transparente Verfahrensweise bei der Erhebung der Daten. Der Betroffene muss also im Bilde darüber sein, welche Daten und zu welchem Zweck diese gespeichert werden. Versteckt also z.B. ein Online-Shop in seinen AGB bestimmte Klauseln, die ihn zur werblichen Nutzung der Daten berechtigen, so sind diese Klauseln nicht gültig.

Außerdem dürfen laut Art. 5 nur dem Verfahrenszweck angemessene Daten erhoben werden, also Daten, die zur Sortierung und gezielten Kontaktaufnahme notwendig sein können. Davon ausgenommen wäre z.B. die Religion, wenn nur online ein Kleid gekauft wird. Hier gilt das Prinzip der Datenminimierung im Gegensatz zur Speicherung eines umfangreichen Interessenprofils.

Weiterhin ist Art. 6 DSGVO relevant für die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung gespeicherter Daten. Diese ist z.B. gegeben, wenn lebenswichtige Interessen der betroffenen Person zu schützen sind oder bei Daten, die zur Erfüllung eines Vertrags oder vorvertraglich notwendig sind (z.B. ein Arbeitsvertrag oder eine Bewerbung). Für die Verarbeitung für Werbezwecke gilt aber vor allem die unter Art. 6 Absatz 1 a) vorausgesetzte Einwilligung der betroffenen Person.

Rechtswirksam ist eine Einwilligung laut DSGVO zudem nur, wenn der Betroffene zumindest 16 Jahre alt ist und die Einwilligung freiwillig, also ohne Kopplung an bestimmte Angebote abgegeben wurde. So eine Kopplung ist nur dann rechtmäßig, wenn deutlich kommuniziert wird, dass z.B. die E-Mail Adresse als Gegenleistung für einen Online-Ratgeber abgegeben werden muss.

Zweckänderung

Sollen einmal erhobene Daten für weitere Zwecke als die zur Erhebung deutlich gemachten, verwendet werden, so ist der Betroffene zu informieren. Wird die E-Mail Adresse also genutzt, um bei Facebook Werbung auszuspielen, muss dies entsprechend vermittelt werden. Wo genau die Grenze liegt zwischen Zweckänderung und der im Erwägungsgrund 47 beschriebenen „Vernunft“, werden Gerichte entscheiden.

Rechenschaftspflicht

Betroffene haben weiterhin ein Recht sämtliche gespeicherte Daten einsehen zu können und selbige löschen zu lassen.

Zudem sind Unternehmen nach Art.5 Abs.2 DSGVO verpflichtet die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Grundlagen zu dokumentieren, um diese ggfs. nachweisen zu können. Dabei spielt auch die Interessenabwägung eine gewichtige Rolle. Als Grundlage hierfür kann das bisher nötige Verfahrensverzeichnis dienen. Dieses muss aber entsprechend ergänzt werden.

Behandlung vorhandener Daten

Bisherige Einwilligungen werden aller Voraussicht nach weiter gelten, sofern diese unter Bedingungen der DSGVO erhoben wurden. Wenn also z.B. beim Anmeldeprozess in einem Online Shop darauf hingewiesen wurde, dass die E-Mail zukünftig für Werbezwecke genutzt wird und der Betroffene nicht widersprochen hat.

Fazit

Das DSGVO regelt vor allem unter welchen Voraussetzungen Daten gespeichert und verarbeitet werden dürfen. Die Verwendung für Werbezwecke ist aber nach wie vor nur in Einklang mit dem UWG zulässig. Wie die vom DSGVO geforderten Interessenabwägungen zwischen Unternehmen und Betroffenen genau ausgelegt werden, wird vor allem im Falle von Adresshandel die Praxis vor Gericht zeigen.

Hinweis:

Dieser Artikel wurde erstellt von der
ADDRESS-BASE GmbH & Co. KG

www.Address-Base.de 

Die Agentur für Unternehmenskontakte, Dipl. Ing.Martina Bloch erhält für diesen Beitrag kein Honorar.
Doch das Projekt Futurepreneur erhält eine Spende.

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Dann sprechen Sie mich bitte an.
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Warum man beim Telefonieren unbedingt das Gehirn einschalten sollte

Martina Bloch am 4. Mai 2017 um 15:26 Uhr

Heute kommt mein Podcast wieder aus dem richtigen Leben, genauer gesagt, aus meinem Leben.
Noch genauer: aus meinem heutigen Tun.

Es reicht eben nicht, eine gute Stimme zu haben, zu wissen, mit wem man wann worüber sprechen will, man muß auch unbedingt das Gehirn einschalten.

Hören Sie in 2,03 Minuten,  warum:

Vertrieb 5.0 – brauchen wir mehr Bullshitting?

Martina Bloch am 29. März 2017 um 13:33 Uhr
Das geheime Geheimwissen zu allen Vertriebsfragen

Ganz geheimes Wissen nur für Dich!

Sei doch nicht so streng″, sagt meine Freundin, als ich mich über eine Werbung zu „Das geheime Facebookwissen “ mokiere.

Ich frage mich, bin ich wirklich zu streng, wenn mich Wortschöpfungen und Beschreibungen in Artikeln und Werbeeinblendungen einfach nur noch schaudern lassen ?
Brauchen wir heute, um mehr, oder überhaupt etwas zu verkaufen, mehr Bullshitting?
Liest keiner mehr einen Artikel in dem nicht Wörter wie Geheimnis, Zauberfragen, 95 % Gewinn, ultimatives Geheimrezept, und was deren Worte noch mehr sind, enthalten sind?

Reichen einfache, klare und eindeutige Worte heute für erfolgreichen Vertrieb nicht mehr aus?

Brauchen wir als Kunden die Vernebelung durch Verniedlichung, durch Romantisierung, durch Aufwertung, um uns beim Kauf besser zu fühlen?
Wollen wir betrogen werden?
Reicht es nicht mehr, wenn ein Produkt, eine Dienstleistung, einfach nur gut ist?

Stoßen nur mir diese Phänomene auf? Finde nur ich sie albern, unnötig, mich als Käufer nicht ernst nehmend?
Erinnert nur mich dieses Vorgehen an das Märchen Des Kaisers neue Kleider?″
Oder ist das eine Masche, die Verkäufer nutzen, weil sie glauben, oder auch wissen, dass sie wirkt?

Jede Menge Fragen heute, ich weiß.

Ihre Antworten interessieren mich brennend!

Ist Kaltakquise unanständig?

Martina Bloch am 23. März 2017 um 09:19 Uhr
Ist Kaltakquise unanständig?

Kaltanrufe!

 

Auf  Xing habe ich einen sehr lesenswerten  Artikel von Alain Veuve gelesen:
Warum Vertrieb heute anders ist als früher.

In seinem Artikel sagt Herr Veuve unter anderem Cold Calling  oder auch Kaltakquise, fände er unanständig.

Was für eine Steilvorlage! Die kann und will ich nicht ungenutzt lassen.

 

 

 

Ist Kaltakquise wirklich unanständig?

Selbstverständlich ist Cold Calling oder Telefonakquise wie es auf Deutsch  heißt, völlig unangemessen, und damit fast unanständig, wenn sie nach dem Gießkannenprinzip betrieben wird.

Wenn also quasi das Telefonbuch rauf und runter telefoniert wird, wenn Hannover Messekataloge „abtelefoniert“ werden, dann ist das Vertrieb, wie er vor 20 Jahren betrieben wurde.

Leider wird Vertrieb heute oft  noch wie vor 20 Jahren betrieben

Wie sonst könnte es sein, dass mich, im Netz eindeutig als Einzelunternehmerin erkennbar, ein HP Druckercenter anruft, um mir eine Batterie von Druckern zu verkaufen ?
Heinz Rühmann hätte gesagt:: setzen sechs.
Sie können sicher ähnliche Beispiele beisteuern.

Erfolgreiche Akquise braucht heute mehr!

Viel, viel mehr Nachdenken im Vorfeld der Akquise.
Mehr, viel mehr Antworten auf Fragen wie:
Wem nutzt mein Angebot am meisten?
Was hat mein Kunde davon?
Was geht bei ihm durch mein Können, mein Produkt besser, schneller, leichter, billiger, effektiver, schöner?

Nur wenn ich diese Fragen wirklich beantworten kann, kann ich erkennen, welchen potentiellen Kunde  ich am glücklichsten machen kann.
Der ist dann viel leichter zu akquirieren als der 300.te Eintrag im Telefonbuch.

Wie  soll der Neukunde wissen, dass es Sie gibt?

Im Social Media Bereich wird oft erzählt, der moderne Kunde sei mündig. Er suche, was er dringend brauche, im Netz. So beschreibt es auch Herr Veuve.
Doch was ist, wenn der Kunde gar nicht weiß, dass es eine Lösung für sein Problem gibt?
Wenn er nicht mal auf die Idee kommt, dass es sie geben könnte? (Glauben Sie nicht, dass es das nicht gibt. Ich kenne zig Fälle, wo es genau so war).
Wie soll er Sie dann finden?
Darauf gibt es im Social Media Bereich nie eine Antwort, egal wo und wie oft ich das frage. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf?
Oder weil man so gerne an den mündigen Kunden glauben will?
Der es uns so einfach macht, uns vor der Akquise zu drücken!!!
Gibt es ihn, dann brauchen Sie gar keine Akquise mehr zu machen!!!

Das Unternehmerparadies ist nah!

Der Kunde findet Sie, Sie müssen sich nur gut genug positionieren, eine gute Webseite haben, im Social Media Bereich tätig und aktiv sein, sprich sichtbar sein.
Dann läuft das mit der Neukundengewinnung.

Denkste!

So gut und einfach läuft es für manche, stimmt, aber noch lange nicht für alle, das stimmt auch.
Immer wieder erreichen mich Anfragen von Unternehmen, die wie folgt klingen:

„Wir sind schon seit zehn Jahren am Markt und bis jetzt mussten wir nie Akquise machen!
Alle Kunden sind über unser Netzwerk und über Empfehlungen gekommen. Wir sind ein wenig verwöhnt.
In der letzten Zeit bemerken wir, dass die Anfragen weniger werden. Das ist noch nicht kritisch, doch wir denken,  wir müssen jetzt akquisitorisch etwas tun.
Wir haben da an Telefonakquise gedacht, was meinen Sie?“

Da sagen Unternehmen, die zehn Jahre lang das Thema Akquise und speziell Telefonakquise weit von sich gewiesen haben, heute ganz leicht:
Was schert mich mein Geschwätz von gestern.

Das bedeutet, immer mehr Unternehmen werden den Akquiseweg Telefon zumindest einmal ausprobieren.

Was macht jetzt der Angerufene mit dieser Information?
Allain Veuve beschwert sich, dass er durch Anrufe aus der Arbeit gerissen wird, das Cold Caller ihn massiv stören.
Ich glaube ihm sofort, dass er sich gestört fühlt.

Wer hochkonzentriert arbeitet, kann Anrufe nicht gebrauchen.

Was ich ihm nicht glaube, ist, dass er nicht weiß, was er dagegen tun könnte.
Doch falls er es wirklich nicht weiß 🙂 erzähle ich es ihm hier und Ihnen auch.

Gehen Sie einfach nicht ans Telefon!

Haben sie das auch schon erlebt?
Sie rufen in einem Unternehmen an und eine Person nimmt den Hörer auf und sagt
„Ich hab keine Zeit, ich bin auf dem Weg ins Meeting!“

Ich bin jedes Mal baff.

Wie neugierig muss ein Mensch sein, unbedingt noch erfahren zu wollen, wer da anruft, obwohl das Meeting kurz bevorsteht ?
Wie neugierig muss ein Mensch sein, der sogar im Meeting ans Telefon geht, um zu sagen: „Ich hab jetzt gerade keine Zeit, ich bin in einer Besprechung, worum geht’s denn?“

Und ich wundere mich noch mehr.

Als Information für alle: Telefone kann man abstellen.

Egal ob Festnetz oder Mobilfunktelefon, man kann es stumm schalten. Jedes Telefon heute bietet die Möglichkeit, Nachrichten anzunehmen und zu speichern so das man sie später abhören kann. Dazu ist die Technologie so weit, dass man nur Anrufe gespeicherter Nummern zulassen kann. In manchen Unternehmen geht es so weit, dass Anrufe für Mitarbeiter deren Durchwahlnummer man nicht weiß, nicht durch gestellt werden.

Es gibt also eine Lösung gegen Kaltanrufe!

Nur der Mensch verhindert die Lösung. Weil Menschen in der Regel so unglaublich neugierig sind, dass sie es nicht aushalten können, nicht zu wissen, wer sie aus welchem Grund sprechen wollte. Ich gehöre übrigens auch dazu. 🙂 Und Sie?

Conclusio: Wer sich heute über Kaltakquise aufregt, macht das vielleicht nur, weil man dazu dann einen schönen Artikel schreiben kann, den andere teilen, kommentieren und liken.

Honi soit, qui mal y pense.

 

 

Warum Vernetzung keine Akquise ist.

Martina Bloch am 5. März 2017 um 19:15 Uhr

 

Vernetzung um neue Wege zu eröffnenMeine geschätzte Netzwerkpartnerin Manuela Seubert, hat in ihrem Blog über das Thema Vernetzung, speziell über  Kontakte vernetzen bei Xing und LinkedIn geschrieben.

Dabei hat sie uns gezeigt, wie der Prozeß technisch umzusetzen ist.
Im Anschluss stellt sie die Frage aus welchen Gründen wir überhaupt unsere Kontakte verknüpfen sollten.
Mich hat sie gefragt aus welchen akquisitorischen Gründen man Menschen zusammenbringen kann.
Darüber habe ich nachgedacht.

Vernetzung öffnet Wege.

Dabei ist mir aufgefallen, dass ich bei den meisten Verknüpfungen, die ich herstelle, überhaupt keine akquisitorischen Hintergedanken habe.

In der Regel bringe ich Menschen miteinander in Kontakt, weil ich es kann, weil ich es will, und weil ich glaube, dass es den Menschen nutzt.

Ich verbinde sie, weil ich glaube, dass sie sich geschäftlich nutzen können, sie sich gegenseitig inspirieren oder gemeinsam Kunden glücklich machen können.

Ich selbst profitiere davon finanziell nicht.

Manchmal allerdings verknüpfe ich Menschen auch mit einer akquisitorischen Absicht. Die Verbindung nutzt ihnen, sie profitieren davon, ich aber auch.
Das erzähle ich dann direkt bei der Vernetzung.

Bis jetzt verbandele ich  Menschen aus rein akquisitorischen Gründen nicht.
Das widerspricht meiner Vorstellung guten Netzwerkens.

Wobei ich mich gerade frage, ob es wirklich verwerflich ist, Menschen aus Akquiseggründen miteinander zu vernetzen.
Vielleicht ist es ein gutes Geschäftsmodell?
Was meinen Sie?
Wann verknüpfen Sie sich mit wem und aus welchem Grund?

Wertschätzung ist Grün!

Martina Bloch am 13. Januar 2017 um 21:40 Uhr

Heute erhielt ich ganz wunderbare Post.
Diese große Karte, die auf den Punkt bringt, was 2017 für mich sein soll und sein wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Begleitet wurde diese schöne Karte von einem noch schöneren Brief, der mich sehr, sehr gerührt hat.
Einfach so kommt da per Post ein Lob, das ich nicht erwartet habe und mit dem ich nicht gerechnet hatte.
Ich habe mich sooooo gefreut! Vielen Dank liebe Marie Busik, Sie haben mir eine sehr große Freude gemacht.

 

Auch mit diesem so haptischen Notizbuch in grün.
Es fasst sich so samtig an, als berge es, obwohl noch unbeschrieben, jetzt schon jede Menge Schätze.
Ganz wunderbar!

Heute wurde ich durch Ihre Post sehr reich beschenkt, mehr Wertschätzung, über die ich letztlich schon schrieb, geht nicht!

 

Wertschätzung – das Zauberwort in der Akquise

Martina Bloch am 7. September 2016 um 10:00 Uhr

Wertschätzung ist unabdingbar

Diese Kontaktanfrage erreichte mich in den letzten Tagen.

Ein Handschlag, ein Gespräch, eine Begegnung – in den letzten Jahren habe ich eine Vielzahl von Kontakten auf den unterschiedlichsten Veranstaltungen geknüpft.
Wie mir gerade aufgefallen ist, gehören Sie noch nicht zu meinen Kontakten auf Xing, dies möchte ich nun nachholen und lade Sie herzlichst in mein engeres Netzwerk ein.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer.
Ihr xxxxx
—-
Auf den ersten Blick klingt sie total nett. So zugewandt, so herzlich, noch ein schöner Gruß dazu, alles wie es sein soll.

Ist oberflächlich nett wirklich nett?

Beim ersten Lesen hatte ich nur ein ganz kleines merkwürdiges Gefühl, das mich dazu bewog eben nicht sofort auf „Kontakt annehmen“ zu klicken.
Beim 2. Lesen dann verstärkte sich mein Gefühl und beim drittten Lesen habe ich endlich erkannt, was mir so unangenehm war.

Er meint mich gar nicht persönlich. Es ist eine Standardanfrage, nett formuliert, doch ihr fehlt jeder persönliche Bezug, ihr fehlt die Wertschätzung, sie ist mit copy & paste erstellt worden.

Will ich so wenig wertschätzend kontaktiert oder sogar akquiriert werden?

Das Grummeln, dass ich beim ersten, zweiten Lesen spürte, war der Mangel an echter Wertschätzung meiner Person. War die Übertreibung mit dem Wort herzlichst. Die vermeintliche Nähe, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt.
Der Anfragende ist ein Kontaktesammler, der glaubt, viel hilft viel. Ihn interessieren meine Bedürfnisse überhaupt nicht, er fragt noch nicht einmal danach.

Das Gießkannenprinzip in der Akquise hat ausgedient!

Akquise heute muß von Wertschätzung getragen werden, davon bin ich zutiefst überzeugt. Nicht nur über die Interessen und die Bedürfnisse der Kunden zu reden, sondern sie wirklich erfahren zu wollen um dann im besten Fall eine passende, hilfreiche, geschäftsfördernde Lösung anbieten zu können, ist Akquise 4.0 finde ich.

Viel hilft viel, hieß es lange. Oder wie ein Kunde es mal formulierte:
„Dann beschießen wir sie mit E-Mails, bis sie bei uns kaufen“.
Fast wie im Kampf fühlen sich solche Aktionen an. Immer drauf, man wird schon einen als Kunden töten erwischen.

Genau auf diese Weise hat mich gestern ein Kontakt auch via Xing angeschrieben und mir völlig unvermittelt seine Schreibkünste angeboten. Verpackt in der Ummantelung eines Blogbeitrags, der mich doch interessieren müßte. Ohne auch nur mit einem Satz aufzuzeigen, was ich, ich ganz speziell, genau mit seinen Tipps anfangen könnte.  Was im Grunde genommen ganz einfach gewesen wäre, in diesem Blog gibt es noch jede Menge alte Beiträge, die viel, viel besser geschrieben sein könnten. Doch sich über so einen Ansatz Gedanken zu machen, macht Mühe. Macht Arbeit. Erfordert Nachdenken und Ideen entwickeln.
Das sparen sich viele gern, quick and dirty ist die Devise.

Kundenpotentiale zu verschleudern ist am Ende richtig teuer.

Neukundengewinnung soll möglichst schnell gehen. Billig und einfach durchführbar muß sie sein. Also her mit der Gießkanne, den Textbausteine oder gleich Phrase Express genutzt und fertig ist die Massenaussendung.
Gießkannenprinzip eben.
Jeder kriegt was ab, ob es ihn freut oder nicht.
Der Streuverlust ist riesig, die Verärgerung der potentiellen Kunden auch.
Am Ende landet man so auf einer internen Blacklist und punktet bei manchen Kunden nie wieder.

Akquirieren Sie doch so, wie Sie akquiriert werden wollen!

Wertschätzung in der Akquise bedeutet, sich viele Gedanken über die potentiellen Kunden zu machen.
Sie als Wunschkunden zu sehen, zu benennen und entsprechend zu behandeln.
Ihre Bedürfnisse zu ermitteln und dafür passende Lösungen parat zu haben.
Ihnen  zuzugestehen, dass sie NEIN sagen, nicht interessiert sind, nichts von einem wissen wollen.
Weil sie zwar unsere Wunschkunden, wir aber nicht ihr Wunschdienstleister sind.
Jedenfalls heute nicht.

Schenken Sie Ihren Wunschkunden Ihre Wertschätzung!

Denken Sie über Ihre Kunden nach. Machen Sie sich ein Bild von ihnen. Ergründen Sie ihre Bedürfnisse.
Und dann, dann überraschen Sie sie mit Ihren Lösungen, die am besten passen wie Ar..auf Ei….  die Faust aufs Auge.

Damit Sie der Wunschdienstleister Ihres Wunschkunden werden.

 

Wie Sie Ihre Quote für Kundentermine richtig erhöhen können!

Martina Bloch am 2. Juni 2016 um 12:44 Uhr

Terminkalender

 

 

 

 

 

 

Persönliche Kundentermine sind in der Regel die Basis der erfolgreichen Kundenbeziehung.
Nur, wie sieht es in der Praxis aus?
Man akquiriert so über verschiedene Kanäle herum, kuckt sich seine Zahlen an, zählt 100 Firmen, die man kontaktiert hat und nur einen der gewünschten Kundentermine ist dabei herausgekommen.

Kundentermine: 1%

Neidisch liest man in Foren, z.B. bei Xing , oder in Artikel von Mitbewerbern Konkurrenten, die Terminquoten von 15% oder mehr Prozent vorweisen können.
Himmel nochmal, wie kriegen die das hin, denkt man bei sich, leicht entmutigt und ziemlich unentspannt.

Heute erzähle ich Ihnen, wie auch Sie zu solchen Termin Traumquoten kommen.

Das Gute sofort: Es ist ganz leicht, denn dafür müssen Sie nur richtig zählen können.

Bisher berechnen Sie Ihre Quote sicher so:

100 Unternehmen haben Sie kontaktiert.(angerufen oder angeschrieben).
Bei 70 Unternehmen besteht kein Interesse, weil es kein Budget gibt, sie schon einen Mitbewerber im Boot haben, sie gerade umstrukturieren, sie von ihrer Mutterfirma versorgt werden, oder mit dem Angebot nichts anfangen können.

70 % sind also nicht interessiert.

Von den verbliebenen 30 haben Sie 12 nicht erreicht, weil der Ansprechpartner nicht am Platz, auf einer Fortbildung, auf einer Messe, im Urlaub oder krank ist.

12% sind nicht erreichbar.

Von den verbliebenen 18 Unternehmen sind 14 grundsätzlich interessiert, nur wird es dieses Jahr nichts werden, weil sie schon zuviele Projekte auf der ToDo Liste haben, das Budget bereits verplant ist, oder erst ein neuer Mitarbeiter dafür eingestellt werden muß.

14 % signalisieren Interesse für nächstes Jahr.

Von den 4 verbliebenen Unternehmen möchten 3 erstmal etwas Schriftliches sehen, dann wollen sie wieder mit Ihnen sprechen.

3 % sind an Unterlagen interessiert.

1 Unternehmen ist so interessiert, dass es sich gleich mit Ihnen verabreden will, um eine mögliche Zusammenarbeit zu erörtern.

1% haben einen Termin vereinbart.

Sie haben Kundentermine von 1 % erreicht, ich gratuliere!

Doch jetzt zählen wir mal richtig, Sie werden stauenen!
100 potentielle Kunden haben Sie kontaktiert.
70 Unternehmen haben kein Interesse.
Bleiben 30.
12 haben Sie nicht erreicht.
Bleiben 18.
14 sind grundsätzlich interessiert, nur nicht in diesem Jahr.
Bleiben 4.
3 möchten mehr zu ihrem Unternehmen wissen und dann einen neuen Kontakt.
Bleibt 1.
Mit dem haben Sie einen Termin vereinbart.

Bravo!

Sie haben eine Terminquote von von 25 %!

„Was?“ denken Sie sicher, „Wie kann das sein?“

Na, ganz einfach.

Bei 96 der kontaktieren Unternehmen hatten Sie in diesem Jahr keine Chance zu punkten. Also zählen diese nicht für die Berechnung der Terminquote, eben weil es keinerlei Chance gab, ihnen jetzt etwas zu verkaufen.

Bei vieren hatten Sie eine reelle Chance, das sind Ihre 100 %.

Davon haben Sie mit einem einen Termin vereinbart.

Das sind 25 % Terminquote.

Großartig,  Sie können sehr mit sich zufrieden sein, Sie haben blendend akquiriert.

Wie fühlen Sie sich jetzt?