Spass mit der T-Com
Vor einigen Tagen erreichte mich folgender Anruf :
“Hallo Herr Unterkircher,
*süßlich* Sie sind ja schon seit vielen Jahren zufriedener Kunde bei uns. Jetzt haben wir für SIE ein ganz neues tolles Angebot, das wir Ihnen präsentieren möchten. Haben Sie gerade etwas Zeit ?”
“*skeptisch* Ähm ja, worum gehts ?”
“*künstlich begeistert* In Zukunft können Sie über Ihren DSL – Anschluß deutschlandweit zum Festnetzpreis telefonieren. Und 2 Freistunden bei der Internettelefonie auch noch mit dabei. Das ist doch toll !”
“Ach ja. Costa quanta , Fräulein ?”
“*verdutzt*Wie bitte ?”
“Wieviel wollen Sie dafür haben ?”
“Nichts. Das ist ja das Tolle daran, Sie erhalten von uns sogar das Gerät für eine einmalige Liefergebühr von 6,95. Möchten Sie denn dieses tolle Angebot nutzen ?”
“Und ich zahl mtl. nicht mehr als jetzt ?”
“Ja. Keine Zusätzlichen Gebühren !”
“Kein Mindestumsatz, so wie bei Handyverträgen ?”
“Nein.”
“Krieg ich das schriftlich ?”
“Ja, selbstverständlich erhalten Sie die Auftragsbestätigung, die Sie binnen 7 Tagen stornieren können. Ein kurzer Anruf genügt. ”
“Kann ich das Gerät selbst installieren ?”
“*echt überzeugt* Ja. Sehr einfach und in 7 Schritten.”
“*erleichtert* Okay, dann schicken Sie mir mal das Teil zu. Schön, dass es noch Menschen gibt, die einem Geräte schenken.”
“Gut, Herr Unterkircher, dann noch den Datenabgelich [...]”
Okay, dann vor einigen Tagen hab ich dann das Teil bekommen. Ich hab mich also mit Schraubenzieher und Kabelschneider ausstaffiert und mich in den Keller zu ´meiner Telefonanlage begeben und angefangen da , genau nach Buch herumzudoktern. Spätestens als es dann zur Konfiguration kam, hab ich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen müssen, ein guter Freund ist selbständiger Kommunikationselektroniker, also Handwerker aus Leidenschaft. Nachdem er dann nach einigen Stunden die ganze Anlage so konfiguriert hatte, dass ich wenigstens wieder ins Netz konnte, hatten wir allerdings immer noch einen jämmerlichen Downstream von ca. 20.4 kb/s (alles andere hat gepasst) und hier hat selbst er das Handtuch geworfen und gemeint “I woaß an net weida. Wend di amol an Kundndienst.” (zu deutsch : Ich weiß auch nicht weiter, wende dich mal an den Kundendienst)
Den Kundendienst kann ich zu den “üblichen Geschäftszeiten” erreichen, seit 2 Tagen probier ichs jede Stunde mindestens 3 mal , da durchzukommen, immer teilt mir das Band mit, dass “alle Berater sich derzeit im Kundengespräch” befinden. Dämlicherweise ist man dann nicht in der Warteschleife, bis einer frei wird, sondern man wird gleich rausgeworfen, nachdem man das Ganze “Nummerndrückprozedere” hinter sich gebracht hat.
Ich bin sicherlich von meiner Natur her ein sehr impulsiver Mensch, wobei ich immer versuche meinen Mitmenschen mit der nötigen Höflichkeit zu begegnen. Ich hab also schon ne große Hemmschwelle meine innere Wut aus mir herauszulassen. Aber derzeit bin ich durchaus so weit, mich beim Erstbesten für dieses “supertolle Angebot” zu bedanken. Wahrscheinlich geht deshalb keiner ran…
Freundlicherweise zum Abdruck freigegeben durch
den “Spasserleber” Herrn Michael Unterkircher