Warum Akquise ohne Kreativität nicht auskommt

Martina Bloch am 16. Februar 2014 um 23:03 Uhr, 3 Kommentare

 

Kreativität. Kreativität? Kreativität!

 

Nicole Gugger fragt in ihrer Blogparade nach Kreativität.

Und ich fühlte mich nicht angesprochen.
Weil ich mich nicht für kreativ halte.

Denn:

Ich koche nach Rezept.
Ich nähe nach Schnittmuster.
Ich kann nicht gut zeichnen, nicht malen, ich kann nicht komponieren,
ich kann keine Romane schreiben.

Ergo: Ich bin nicht kreativ.

Dachte ich.

Bis Nicole mich fragte, ob in der Akquise nicht Kreativität gefragt sei.

 

Und da gings in meinem Kopf los.

Aber ja doch, ohne gute Ideen ist Akquise eher langweilig und bringt viel weniger Ertrag als möglich wäre.
Außerdem macht sie so deutliche weniger Spaß.

Alles Punkte, die in einem erfüllten Leben als Unternehmerin keinen Platz haben.

 

Was bedeutet nun Kreativität in der Akquise?

Kreativität in der Akquise bedeutet, sich genau zu überlegen, wer das was man selbst gut kann wann wo und warum besonders gut gebrauchen kann.

Um um die Ecke denken zu können, weiter als bis zum Tellerrand zu kucken und Chancen für große Schuhverkäufe zu sehen wo andere nur barfüßige Afrikaner sehen, die überhaupt kein Geld für Schuhe haben.

Kreativität in der Akquise bedeutet, sich vom sogenannten Feature Fucking zu verabschieden, sich statt dessen ins Meer der Emotionen zu stürzen um die herauszufischen, die die Kunden genau da treffen wo ihr größter Schmerz auf Linderung wartet.

 

Das könnte so sein:

Unsere Projektmanagementsoftware ist verlässlich, modular aufgebaut, Betriebssystem unabhängig und günstig
Wenn Sie nachts endlich wieder gut schlafen wollen, nehmen Sie keine Pillen mehr sondern verlassen Sie sich einfach auf unsere Lösung.

 

Ich wünsche mir in der Akquise viel mehr Kreativität und viel weniger Einheitsbrei in der Ansprache.

Viel mehr Nachdenken vor dem Tun, viel mehr Einfühlungsvermögen in die Bedürfnissse der Kunden
als  dies ewige Draufhauen auf die KAUF!MICH!JETZT! Glocke.

Damit ihr alle, die ihr mich als Kunden wollt, mir zeigt, wie sehr ihr mich wertschätzt!

 

Das geht.

Eben mit Kreativität.

Die wir alle entwickeln können, wenn wir uns drauf einlassen, unsere vertrauten Trampelpfade zu verlassen und Neues zu wagen.
Fangen wir damit an. Jetzt.

  1. 3 Kommentare zu “Warum Akquise ohne Kreativität nicht auskommt”

  2. […] Martina Bloch / Akquisefachfrau: Warum Akquise nicht ohne Kreativität auskommt.  […]

  3. Feature Fucking?! Liebe Martina, ich bin überrascht, diesen Begriff bei Dir zu lesen, musste sehr schmunzeln. Er trifft es so gut!
    Liebe Grüße, Maren

  4. Hallo Frau Bloch
    – es freut mich sehr, Ihren kreativen Blog zu lesen.
    Bei Wikipedia ist das äußerst schön beschrieben – was aus psychologischer Sicht für Kreativität notwendig sei:
    o – Begabung und flüssiges Denken
    o – Assoziationsfreude
    o – Fähigkeit zum Perspektivwechsel
    0 – Grenzüberschreitung
    Damit es nicht „flüchtigen Einfällen“ muss man die Ideen festhalten und ausarbeiten – Kreativität gibt es damit in allen Gebieten und Themen – beim Kochen bei der Akquise und selbst in der Gestaltung von Verwaltungsprozessen kann man kreativ sein – (mit der Ausnahme Buchhaltung – „kreative Buchhaltung“ hinterließe einen sehr zweifelhaften Ruf)

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