Dienstag, 09. März 2010

Und plötzlich ging das Licht aus.

Dies, liebe Blogleserinnen und Blogleser, ist die Geschichte eines Menschen den ich kenne und sehr schätze.
Er hat sie für alle, die Telefonakquise als tägliches Geschäft betreiben, aufgeschrieben und sie mir für dieses Blog angeboten.
Selbstverständlich respektiere ich seinen Wunsch nach Anonymität,
danke ihm aber hier noch einmal ganz herzlich für seine Offenheit und sein Vertrauen in mich. Danke!

---
In Gesprächen mit Kollegen und Freunden höre ich immer wieder heraus, dass viele
in ihrer Vertriebslaufbahn einmal dieses Problem haben, dann aber in schwere
Konflikte geraten: Selbstzweifel sowieso, dazu kommt aber auch der Druck, der
von Kollegen oder Vorgesetzten befürchtet wird. Die meisten tauchen während
einer solchen Phase ab und versuchen sich durchzuwursteln. Offen darüber
sprechen will niemand.

Erst dachte ich, das sei mir egal, ich stelle mich jetzt offen hin und erzähle
aus meiner Erfahrung. Dann musste ich ganz schnell lernen, dass ich das zwar
machen kann, dann aber vielleicht besser gleich ein Buch darüber schreibe und
damit auch mein Geld verdiene. Im Vertrieb hätte ich vermutlich keine Karten
mehr. Ich muss zugeben, dazu fehlt mir der Mut und die Kraft. Schließlich lesen
meine Chefs auch in Xing und anderen Plattformen mit ...

Aber ich habe einen Text verfasst, der auf das Problem aufmerksam macht.
Das "zeitweise-nicht-erfolgreich-sein" passt eben überhaupt nicht in die Branche des
Vertriebs, die immer nur den Sieg und den Gewinn kennt.


Menschen, die mich kennen, beschreiben mich als "Netzwerker" und als
"kontaktfreudig". Vor etwa 12 Jahren wechselte ich von der Technik in den
Bereich Kundenbetreuung und Vertrieb, weil ich als Techniker weit erfolgreicher
mit Kunden und Interessenten umgehen konnte als meine Vertriebskollegen.
Tatsächlich gelingt es mir gut, Menschen technische Sachverhalte schnell und
einfach zu erklären. Diesen "Umweg" benutze ich auch gerne als
Gesprächseinstieg, denn -was mir kaum jemand abnimmt- Small Talk ist eigentlich
nicht meine Sache.
Es entwickelte sich gut für mich im Vertrieb. Auch die unerlässliche
telefonische Kaltakquise bereitete mir keine Probleme. Vor dem Hintergrund der
totalen Identifikation mit Produkt und Unternehmen machte es mir Spaß, auch
andere Menschen für unsere Ideen zu begeistern. Egal ob am Telefon oder
persönlich vor Ort.

Doch irgendwann kam ein Schnitt und ich wechselte zu einem anderen Unternehmen.
Auch hier fiel die Identifikation nicht schwer und die vertriebliche Tätigkeit
begann hoffnungsvoll. Es gab aber auch Rückschläge, Niederlagen. Härter als
zuvor, sowohl in der Beurteilung durch andere als auch am Geldbeutel spürbar.
Und irgendwann schlich sich ein Geist in meinen Kopf.
- Der Geist des trockenen Mundes.
- Der Geist der Sprachlosigkeit.
Ein Geist, der einem während des Sprechens die Worte im Mund verdreht, obwohl sie im Kopf noch klar waren.
Und der Geist bekam allmählich auch Einfluss auf meinen Arm, der mehr und mehr liegen blieb,
statt zum Hörer zu greifen.
Natürlich entwickelte ich Strategien dagegen:
Erstmals arbeitete ich mit Skripts, obwohl ich ein großer Freund freier Wortwahl bin. Wie
eine sich selbst erfüllende Prophezeiung ging das in die Hose.
Ich definierte Zeitblöcke, in denen ich mich zwang zu telefonieren, mit der Belohnung von
telefonfreier Zeit.
Schweissnasse Hände und Kopfschmerzen waren die Folge.

Keine Hilfe waren gut gemeinte Ratschläge, man müsse sich nur zwingen und immer
wieder zum Hörer greifen, dann würde es schon wieder klappen. Kuriert man einen
Menschen mit Wasserangst tatsächlich, in dem man ihn untertaucht?
Ohnehin sollte man im Haifischbecken des Vertriebs nicht auf Hilfe hoffen: Weder
Kollegen noch Vorgesetzte haben Verständnis. Offen darüber zu sprechen kommt
einem Offenbarungseid gleich. Die berufliche Zukunft wird noch mehr gefährdet.

Ich ging einen anderen Weg. Zunächst akzeptierte ich für mich, dass es momentan
nicht geht. Den ausbleibenden beruflichen Erfolg habe ich in Kauf genommen. Der
Geist bekam kein Futter mehr. Für über 3 Monate stellte ich die telefonische
Kaltakquise komplett ein. Selbst im privaten Bereich bat ich Gesprächspartner
per Mail, sie mögen mich doch mal anrufen, statt dass ich aktiv zum Hörer griff.
Dann folgte Schritt 2: Die Kündigung. Terminlich geschickt gewählt, so dass ich
bei einer erwarteten Freistellung mindestens 6 Wochen zuhause sein würde.

Der Abstand war heilsam, der Geist verschwand.
Die ersten Telefonate führte ich wieder aktiv 2 Wochen, bevor ich meine neue Arbeitsstelle antrat. Es funktionierte wieder.
Langsam und noch ein bisschen unsicher, aber es klappte.
Im neuen Job ging es direkt sehr positiv los und das Telefonieren fiel wieder leicht.
Heute macht es wieder Spaß und ist erfolgreich.

Was habe ich daraus gelernt, was kann ich Ihnen mitgeben?
Druck und Zwang bringen nichts, auch wenn viele das behaupten. Bewahren Sie sich
selbst, bewahren Sie die Authentizität. Falls es Ihnen möglich ist machen Sie
einen radikalen Schnitt und nehmen Sie sich eine Auszeit, statt sich dauerhaft
ins Aus zu stellen.
Viel Erfolg!


Martina Bloch
   # | Martina Bloch am 09.03.2010
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Sonntag, 07. Februar 2010

Was erwarten Sie von Ihrem Dienstleister bei der Neukundengewinnung?

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser.

Viele lagern mittlerweile die Neukundenakquise aus, andere denken darüber nach.

Da stellt sich die Frage, was Sie, als Auftraggeber, von Ihrem Dienstleister erwarten.
Was soll er für Sie konkret tun?
Woran soll er denken?
Wie tief soll die Entlastung gehen?

Listen Sie es doch bitte mal auf.

Lassen Sie uns dann diskutieren, welche Erwartung unter welchen Voraussetzungen gerechtfertigt ist,
was Wunschdenken und was Utopie ist.


Martina Bloch
   # | Martina Bloch am 07.02.2010
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Montag, 02. November 2009

Webinare vernünftig einsetzen

"Es sollte darauf geachtet werden, dass in den Webinaren wirklich auch Inhalte geliefert werden und nicht nur Werbung oder gar kostenpflichtige Inhalte vermarktet werden."

Las ich gerade in einem Xing Forum.
Ach was!

Nun, die kostenfreien webinare, die ich mir angesehen habe, haben genau den obigen Satz nicht berücksichtigt. Auch das des Satzschreibers nicht.

Die rühmliche Ausnahme war das Webinar von
Lore Reß über den richtigen Einsatz von Webinaren, das mir gut gefiel.

Eines der von mir besuchten Webinare bestand tatsächlich nur aus Eigenwerbung und hatte gar keine Inhalte.
Ich habe es, als der Moderator auf meine schriftlich gestellte Frage, wann denn wirklich Inhalte kommen, nicht antwortete, verlassen, weiß also nichts vom Ende.

Eines der Webinare, Thema "Verkaufsförderung" startete gut, mit interessanten rhetorischen Ansätzen, aber dann kam die Werbekeule, kräftig unterstützt von Claqeuren unter den Zuhörern, die via Chattool kräftig werbend urls vor unsere Augen schütteten. Furchtbar.
Hätte ich nur die ersten 10 Minuten gesehen, hätte ich den Verkaufstrainer empfohlen.
Jetzt aber nicht mehr. Definitiv.

Ein anderes Webinar kündigte sich verheissungsvoll als amüsantes Rhetoriktraining an, war aber leider gefüllt mit Plattitüden wie "Du musst ein Sieger sein", startete mit mehr als 10 Minuten "Kuckt, so toll bin ich" des Referenten, wurde zeitlich gnadenlos überzogen und endete für mich in Belanglosigkeiten.

Fazit:
Die Gefahr bei Webinaren liegt, so meine heutige Erfahrung, darin, Menschen mit extrem unterschiedlichem Wissenstand an einem Ort zu versammeln. Dadurch ist Enttäuschung bei einem Teil der Teilnehmer vorprogrammiert, manche nehmen sicher aus jedem Webinar etwas mit.
Deshalb halte ich es für eine gute Idee, die Zielgruppe
1. selbst genau zu definieren und
2. vorab klar über die zu erwartenden Inhalte zu informieren.

Also unterscheiden, ob es ein Webinar für Anfänger, Fortgeschrittene oder Profis ist.
Dann sind Webinar ein gutes Kundenbindungs- und Kundengewinnungstool, da bin ich sicher.



Martina Bloch
   # | Martina Bloch am 02.11.2009
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Montag, 12. Oktober 2009

Bitte bespassen Sie mich! JETZT! GEFÄLLIGST!

Immer wieder höre ich Klagen darüber, dass die Themen in Businessforen wie Xing sich wiederholen. Kennt man und Frau schon alles. Wie öde!

Es sind interessanterweise aber meist die, die selbst keine Themen aufbringen, keine Threads starten und begleiten, sprich, die, die sich bespassen lassen wollen, die meckern.

Ich versteh das nicht. Wenn es mir auf einer Party nicht gefällt, dann versuche ich entweder, ein auch für mich interessantes Gespräch in Gang zu bringen oder ich geh wieder.
Drüber meckern, dass die anderen Gäste sich nur über Themen unterhalten, die mich langweilen bringt doch keine Veränderung, sondern macht nur mich und die Anderen unzufrieden.
Was für eine Resourcenverschwendung :)
Also bitte, sorgt doch alle selbst mit für Spass und Spannung - dann wirds sicher nett!



Martina Bloch
   # | Martina Bloch am 12.10.2009
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Dienstag, 22. September 2009

An der Sekretärin vorbei!

Bei pimp-my-sales las ich einen Artikel zum Thema:
An der Sekretärin vorbei.
Und mir sträuben sich die Nackenhaare.
Dort steht:
Leider sehen viele Sekretärinnen ihre Aufgabe darin, den Chef abzuschirmen. Die klassische Blockadefrage lautet: “Worum geht es?” Ohne überzeugende Antwort sind Sie jetzt verloren. Damit Sie nicht im Vorzimmer “verhungern”, nutzen Sie 2 bewährte Methoden:

Manchmal ist es sinnvoll, Formulierungen zu wählen, mit denen die Sekretärin nichts anfangen kann und die den Eindruck erwecken, dass Ihr Anruf ein aktuelles Ereignis betrifft. Das zeigt, dass Sie wegen eines konkreten Vorgangs anrufen.


Was heisst denn leider?
Das ist der Job einer guten Sekretärin.
Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.
Dafür wird sie, die in der Regel gut ausgebildet ist, bezahlt.
Und wenn sie ihren Job nicht gut macht, wird sie ihn im Zweifel nicht lange behalten.
“Worum geht es?”
Diese Frage sollte jeder, der Telefonakquise betreibt, kurz und knackig beantworten können.
Wenn er das nicht kann, dann sind die Hausaufgaben nicht gemacht und die basics guter Telefonakquise nicht verstanden.
Manchmal ist es sinnvoll, Formulierungen zu wählen, mit denen die Sekretärin nichts anfangen kann und die den Eindruck erwecken, dass Ihr Anruf ein aktuelles Ereignis betrifft. Das zeigt, dass Sie wegen eines konkreten Vorgangs anrufen
Ja, machen Sie das so!
Zeigen Sie, dass Sie sich über die Sekretärin stellen, sich sich für "was Besseres" halten, vom Wort Wertschätzung noch nichts gehört haben. Mit Ihnen will sicher jeder Geschäfte machen!

Warum ist es denn so schwer, die Sekretärin als das zu nehmen was sie ist, ein wichtiges und wertvolles Glied in der Akquisekette.
Die mit über Wohl und Wehe entscheidet und deren Hilfe ich immer und immer wieder bitter benötige.
Ich schlage vor:
Setzen Sie sich einmal ihren Hut auf, stellen Sie sich vor, Sie seien die Sekretärin.
Wie fänden Sie es, so für "Dumm" verkauft zu werden?




Martina Bloch
   # | Martina Bloch am 22.09.2009
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Donnerstag, 27. August 2009

Secret Sales Tips And Tricks


Martina Bloch
   # | Martina Bloch am 27.08.2009
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Dienstag, 25. August 2009

Positionierung, oder so.

" Ich habe auch immer so ein paar Schmankerl, die Sie nicht auf meiner Seite finden. Einfach mal nachfragen"

Las ich in einem Text zum Thema Vertriebstrainings.

Coole Positionierung, erstmal nicht zu sagen, was man anbietet.
Sondern um Nachfragen zu bitten.
Ob das so funktioniert?
Werden die Menschen wirklich so neugierig, dass sie nachfragen?
Was muss vorher geschehen sein, damit es funktioniert?

Na?




Martina Bloch
   # | Martina Bloch am 25.08.2009
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Montag, 17. August 2009

Social Media Revolution



Sehr beeindruckend, dieser Film zur Thematik Social Media, wie Social Media sich auf Werbung, Akquise und Vertrieb auswirkt und auswirken wird.
Geht es Ihnen nicht auch schon so, dass Empfehlung viel besser wirkt als Werbung?
Welche Auswirkungen wird dies Empfinden lang - und kurzfristig auf die Wirtschaft und den Konsum haben?



Martina Bloch
   # | Martina Bloch am 17.08.2009
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Dienstag, 04. August 2009

Telefonakquise B-to-C: jetzt wirds kritisch!

Heute, am 4.8.2009 tritt das neue Telefonwerbegesetz in Kraft. Bei ungebetenen Werbeanrufen bei Verbrauchern drohen nun Bußgelder bis zu € 50.000. Rufnummernunterdrückung bei Werbeanrufen ist generell nicht mehr erlaubt. Hier drohen Bußgelder von bis zu € 10.000.
Das neue Telefonwerbegesetz enthält Änderungen des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), des Telekommunikationsgesetzes (TKG), und Änderungen von Widerrufsvorschriften im bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Änderungen gibt es vor allem bei der telefonischen Kaltakquise bei Verbrauchern: Verbraucher dürfen ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung nicht mehr zu Werbezwecken angerufen werden. Bei Verstößen drohen Abmahnungen und auch Bußgelder bis zu einer Höhe von € 50.000. Außerdem wird die Rufnummernunterdrückung bei Werbeanrufen grundsätzlich verboten. Hier drohen bei Verstößen neben Abmahnungen Bußgelder von bis zu € 10.000. Widerrufsrechte der Verbraucher werden bei telefonisch geschlossenen Verträgen erweitert.
Die Rechtsanwaltssoziätat Rechtsanwälte Päsel Reiff Seifried Partnerschaft hat dazu ein E-Book zur Verfügung gestellt.
Die Rechtsanwaltssoziätat Rechtsanwälte Päsel Reiff Seifried Partnerschaft hat dazu ein E-Book zur Verfügung gestellt.

Danke von hier aus dafür!

Martina Bloch
   # | Martina Bloch am 04.08.2009
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Freitag, 31. Juli 2009

Montags ist ein guter Akquisetag!

Also, ich finde ja, Montags nie!
Da finden jede Menge Meetings statt, die Entscheider hetzen von Termin zu Termin.

Dienstag also? - Nein, Nein, Dienstag ist ganz schlecht. Da sind alle im Aussendienst und nie jemand im Büro zu erreichen.

Dann eben Mittwoch. - Mittwochs geht gar nicht. Mittwochs akquirieren die selbst und sind immer im Gespräch, es gibt kein Dazwischenkommen.

Gut, Donnerstag ist auch noch ein Tag. - Au weia, Donnerstags habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Da finden die Supervisionsgespräche statt, nach denen die Entscheider gar nicht gut drauf sind. Deshalb lieber nicht Donnerstags anrufen.

Aber Freitags, Freitags ist DER Tag! - Freitags? Sie spinnen doch! An dem Tag wird die Woche abgeschlossen und das Wochenende vorbereitet. Deshalb will am Freitag keiner mit einer Akquisiteurin sprechen. Mit einem Akquisiteur auch nicht.

Hm, na dann eben am..ach, die Woche ist ja schon um! Also erstmal Wochenende, dann sehen wir weiter.

Martina Bloch
   # | Martina Bloch am 31.07.2009
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