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Wunderwaffe Google Adwords Teil III

Martina Bloch am 26. März 2013 um 10:14 Uhr

Vielen Dank an Margit Sies-Gurel für diese Serie zu Google AdWords.
Soviel geballtesWissen geschenkt zu bekommen, ist grossartig!!!!!

Schonzeit für`s Budget

AdWords-Werbung geht einfach – und einfach schnell ins Geld, wie manch sorgloser Newbie schon nach ein paar Tagen schmerzlich erfahren muss. Eine Konto ist schnell eingerichtet, die erste Kampagne mühelos erstellt. Man wähnt sich in Sicherheit, denn Google bittet ja nur mit dem maximal gewährten Tagesbudget zur Kasse. Dieses ist dann aber doch schneller aufgebraucht, als gedacht, und bald stellt sich die Frage: Wie kann man als Freiberufler oder Online-Shop-Betreiber vergleichbar effektiv online werben wie ein Großkonzern, aber mit deutlich weniger Nullen im Budget?

 

Gar nicht so schwer, wenn man einige Hürden aus dem AdWords-Alltag elegant bewältigt:

 

Unzureichendes Tagesbudget

 

Ärgerlich natürlich, wenn Anzeigen schon mittags nicht mehr geschaltet werden, weil das System ein höheres Budget verlangt. Ein- oder zweimal Nachschießen ist auch erlaubt. Wenn aber von Bedeutung ist, ob die Kampagne pro Monat 50,00 € oder 5.000,00 € verschlingt, ist nicht die bequemste Lösung ratsam, sondern eine andere:
Zeitnah prüfen, ob nicht doch Einstellungen geändert, Anzeigen und Keywords überarbeitet oder Gebote angepasst werden können.

 

Zeiten für Anzeigenschaltung und Gebotsanpassung

 

Ein Steuerberater, der seine Mandanten ausschließlich in Deutschland akquiriert, hat keine großen Nachteile, wenn er seine Anzeigen nicht rund um die Uhr schaltet. Der Betreiber eines Online-Shops sieht dies zu Recht völlig anders. Aber auch er könnte über einen längeren Zeitraum beobachten, aus welchen Ländern oder Regionen die meisten Besucher oder die lukrativsten Bestellungen eingehen. Oder beliebten Produkten ein höheres Budget gönnen. Es versteht sich von selbst, dass derlei Aktivitäten nur mit Hilfe von Google Analytics oder einem anderen Tracking Tool wirklich zielführend sind.

 

Ein gangbarer Weg für Anfänger: Das gewünschte Budget als Zielgröße festlegen und zunächst die automatische Gebotseinstellung wählen. Dabei ermittelt das System anhand des gewählten Tagesbudgets die höchstmögliche Zahl an Klicks. Sobald erste Daten zur Auswertung vorliegen, lassen sich Budgets und Gebote entsprechend anpassen.

 

Nicht nur insgesamt sechs verschiedene Zeitfenster stehen hier für unterschiedliche Gebote zur Verfügung, sondern auch Anpassungen nach Regionen und Standorten und etliche demografische Kriterien.

Mit Budget-Anpassungen muss man sich nicht zurückhalten und darf auch kurzfristig seine Meinung ändern: Bis zu zehnmal täglich pro Kampagne.

 

Eine kleine, aber wichtige Tatsache im Zusammenhang mit dem Tagesbudget: Es handelt sich hier um den Betrag, den man durchschnittlich maximal täglich pro Kampagne investieren möchte. Das System ist aber so frei, bis zu 20 % mehr Klicks zu gestatten. Dies gilt als Ausgleich für Tage, an denen weniger Klicks erzielt werden. Der Maximalbetrag, mit dem Google zur Kasse bitten darf, rechnet sich letztlich mit der Anzahl der Tage pro Monat, multipliziert mit dem gewählten Tagesbudget.

 

Gebotsschätzung für die 1. Seite

 

Mal ehrlich: Wer ist nicht geneigt, mal eben das Gebot zu erhöhen, um bei Auktionen nicht außen vor bleiben? Was sagt uns allerdings das Wort „Schätzung“: Nix ist fix. Also ruhig erst mal abwarten, über die Keyword-Diagnose prüfen, ob der jeweilige Suchbegriff eine Anzeigenschaltung auslöst. Wenn dem so ist, einige Tage lang beobachten, ob es das Keyword nicht doch auf die erste Seite schafft, wohl aber an etwas schlechterer Position erscheint. Und dann kritisch hinterfragen, ob die Bedeutung des Suchworts wirklich ein höheres Gebot rechtfertigt. Ein anderer Sachverhalt liegt natürlich vor, wenn ein Keyword aufgrund eines zu niedrigen Qualitätsfaktors und demzufolge zu niedrigen Anzeigenranges tatsächlich nicht an der Auktion teilnehmen kann.

 

Niedriger Qualitätsfaktor

 

Wie schon im ersten Beitrag erwähnt, bemisst sich der Qualitätsfaktor anhand der Relevanz eines bestimmten Keywords in Bezug auf die zugehörigen Anzeigen und wird jedes Mal berechnet, wenn dieser Suchbegriff eine Schaltung auslöst. Fleißarbeit wird hier mit besseren Anzeigenplätzen zu niedrigeren Preisen belohnt. Wen der Kostenfaktor nicht stört, kann hier mit einem tieferen Griff ins Portemonnaie trotzdem mitmischen – bis zu einem gewissen Wert. Wird der überschritten, versteht das System keinen Spaß mehr und verlangt Nachbesserung in Form von geeigneteren Keywords oder Varianten.

 

Masse oder Nische?

 

Ein leidvoller Blick auf die Schätzkosten bei der Keyword-Recherche zeigt: Bestimmte Begriffe sind einfach teuer. Die Alternative bei einer hohen Wettbewerberdichte: Etwas Zeit und viel Hirnschmalz investieren und Keywords suchen, die das beworbene Angebot in gleicher Weise beschreiben, aber vom Wettbewerb weniger begehrt und demzufolge günstiger zu haben sind.

 

Kreativität bei weiteren ausschließenden Keywords

 

Wenn nicht bereits geschehen, könnte man Fachgebiete, die nicht im Portfolio stehen, als ausschließende Keywords aufnehmen. Ebenso Produkte, die nicht im Shop angeboten werden, Doppeldeutigkeiten bei Suchbegriffen, die bei genauer Betrachtung nicht das eigene Angebot repräsentieren. Anfragen nach gebrauchter, preisgünstiger oder hochpreisiger Ware herausfiltern, je nachdem, in welchem Preissegment man sich bewegt.

 

Wer keine Personaleinstellung plant, tut gut daran, Stichworte wie „Jobs“ und „Praktika“ als ausschließende Keywords aufzunehmen. Auf diese Weise bekommt der ambitionierte Nachwuchs oder andere Jobsuchende die Anzeige gar nicht erst zu Gesicht. Die Höhe der Klickkosten, die so je nach Branche, Produkt oder Umfang der Kampagnen jährlich eingespart werden, darf sich jeder Leser selbst ausmalen.

 

Es gibt immer was zu tun.

 

Leider auch dann, wenn eigentlich alles rund läuft. Weil der Unternehmer-Alltag immer wieder neue Anforderungen stellt: Neue Zielgruppe. Saisonale Aktionen. Neue Produkte. Neue Dienstleistung im Portfolio. Wer sich mehr Zugriffe auf den Shop wünscht, kann zusätzliche geeignete Keywords gut gebrauchen. Gebotserhöhungen können Wunder wirken. Oder vielleicht doch eher die Einbeziehung weiterer Länder oder Regionen? Die Klickrate kann beträchtlich steigen, sobald Anzeigen und Texte besser abgestimmt oder weitere ausschließende Keywords definiert wurden. Wenn das vorrangige Ziel nicht mehr nur Umsatz heißt, sondern Präsenz, kann man über Text-, Image- oder Videoanzeigen im Display-Netzwerk nachdenken.

 

Fazit am Ende dieses Dreiteilers:

 

(Fast) alles, was über Internet verkäuflich ist, lässt sich auch über Google AdWords bewerben. Die hier genannten Strategien richten sich natürlich vor allem an Freiberufler und kleine Unternehmen, für deren Existenz ein akzeptables Kosten-/Nutzenverhältnis von besonderer Bedeutung ist. Ein üppiger Etat macht Kampagnen-Management zwar einfacher, aber, gemessen am konkreten Ziel, nicht unbedingt erfolgreicher. Vielmehr entscheidend sind gute Konzepte, wirkungsvolle Texte und konsequente Kontrolle.

 

Mehr Tipps, die auch kleinen Kampagnen zu großer Wirkung verhelfen, gibt es in Wannies Durchblick-Blog unter www.ad-wannie.de.

Wunderwaffe Googe Adwords Teil II

Martina Bloch am 5. März 2013 um 08:43 Uhr

Kurz fassen für Fortgeschrittene.

 

Jeder professionelle Texter weiß: Schreiben kann (fast) jeder. Eine Botschaft auf das Wesentliche reduzieren und dabei so verpacken, dass die gewünschte Zielgruppe aufhorcht, ist schon schwieriger. Und bei AdWords-Anzeigen geht es noch einen Schritt weiter: Hier bleiben rund 100 Zeichen, in die Sie ebendiese Botschaft packen sollen. Abgestimmt auf die Begriffe, die auch als Keywords eingebucht wurden, damit der Qualitätsfaktor stimmt. (Wir erinnern uns: Das System „belohnt“ relevante Anzeigen, auf die der Nutzer mit höherer Wahrscheinlichkeit klickt, mit einer besseren Anzeigenposition bei niedrigeren Kosten.) In die Titelzeile packen Sie natürlich den wichtigsten Suchbegriff, der mit der Kampagne beworben wird.

 

Vier Zeilen stehen zur Verfügung für Anzeigentexte, die das Einzigartige Ihres Angebots hervor- und Sie vom Wettbewerb abheben. Sparen Sie etwas Platz, indem Sie Sonderzeichen und sinnvolle Abkürzungen verwenden. Testen Sie die Wirkung von Frage- und Ausrufungszeichen. Und damit es keine Verzögerungen wegen abgelehnter Anzeigen gibt, sollten Sie einen Blick in die Werberichtlinien von Google geworfen haben, in denen unter anderem redaktionelle Vorgaben gemacht werden.

 

Wenn Sie mehrere Shops oder Filialen betreiben, setzen Sie Keyword-Platzhalter in der URL ein, um einzelne Standorte zu bewerben. Nutzen Sie Anzeigenerweiterungen und Sitelinks, um Firmen- oder Produktdetails optimal in Szene zu setzen. Sie nennen sich Testsieger in einem Bereich oder können sich mit Textimonials schmücken? Das macht sich gut in Anzeigen, ebenso wie das Zauberwort „seit“. Denn Tradition verspricht vielen von uns Qualität in einer schnelllebigen Zeit. Dass die URL einen vertrauenerweckenden Namen trägt und zur richtigen Unterseite verlinkt, versteht sich von selbst. Ansonsten verfehlt auch die beste Handlungsaufforderung letztlich ihr Ziel.

 

Schon minimale Textänderungen können erhebliche Auswirkungen haben. Testen Sie deshalb verschiedene Anzeigen oder unterschiedliche Botschaften für verschiedene Regionen und löschen Sie weniger erfolgreiche zeitnah.

 

 

Nur die Besten bleiben.

 

Der Erfolg Ihrer Kampagne steht und fällt mit der Auswahl der richtigen Suchbegriffe, mit denen Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung beschreiben. Kaum zu glauben, dass die Jagd nach den richtigen Keywords beruflich vorbelasteten Wortjongleuren regelrecht Spaß macht. Allen anderen muss einfach klar sein: Etwas Fleißarbeit im Vorfeld bringt eine gute Klickrate und dem Umsatzziel ein Stück näher.

 

Deshalb heißt die Devise: Überlegt und strukturiert vorgehen, verschiedene Keyword-Varianten austesten und beobachten, ob die gewünschte Zielgruppe angesprochen wird.

 

Der Anfang kann wie folgt aussehen:

 

1. Notieren Sie alle Begriffe und Synonyme, mit denen Interessenten nach Ihrem Angebot suchen. Ein Gespräch mit guten Kunden oder Kollegen zeigt oft ganz neue Wege durch den Wörterwald.

 

2. Gruppieren Sie diese nach verschiedenen Themen, die sich an Ihren Produktlinien oder an Ihrem Dienstleistungsportfolio orientieren und quasi ein Abbild Ihrer Kampagnenstruktur darstellen könnten.

 

3. Testen Sie Optionen für jedes Keyword.

 

Standardmäßig sind alle Keywords als weitgehend passend eingestellt. Das bedeutet, dass bei Wort-Kombinationen jedes einzelne Wort eine Anzeigenschaltung auslösen kann, unabhängig von der Reihenfolge, aber auch bei der Eingabe zusätzlicher Begriffe in der Suchanfrage.

 

Bei passenden Wortgruppen wird Ihre Anzeige nur geschaltet, wenn die Suchanfrage Ihre gebuchten Begriffe in exakt der eingegebenen Reihenfolge enthält, aber möglicherweise mit Ergänzungen am Anfang oder Ende.

 

Beispiel:

 

Gebuchter Begriff: „gebrauchte kinderkleidung„. Ihre Anzeige erscheint auch, wenn ein Interessent günstige gebrauchte kinderkleidung sucht, es sei denn, günstig würde als ausschließendes Keyword gebucht. Ihre Anzeige kommt allerdings nicht zum Zug, wenn jemand nach Kleidung für Kinder sucht. Dies wäre sehr wohl der Fall, wenn Sie gebrauchte kinder kleidung als weitgehend passend eingebucht hätten.

 

Eine weitere Option, die allerdings die Zahl der Einblendungen deutlich einschränkt, sind genau passende Keywords, die in eckigen Klammern eingebucht werden. In unserem Beispiel würde die Anzeige nur ausgelöst, wenn ein Interessent die Begriffe gebrauchte kinderkleidung eingibt, ohne weitere Angaben vor oder hinter der Wortgruppe.

 

Der Vorteil bei exakt passenden Keywords liegt auf der Hand: Die Wahrscheinlichkeit, dass die gewünschte Zielgruppe angesprochen wird, ist deutlich größer; die Gefahr, das Budget durch eine Vielzahl unerwünschter Klicks rasant schrumpfen zu sehen, ist weitgehend gebannt. Allerdings auf Kosten der Reichweite.

 

Wer noch ein Tagesgeschäft zu bewältigen und keine Möglichkeit hat, stundenlang Keywords zu recherchieren, könnte anfangs den goldenen Mittelweg beschreiten und zunächst weitgehend passende Begriffe buchen, dafür aber möglichst viele ausschließende Keywords, um die Streuverluste zumindest etwas in Grenzen zu halten. Allerdings ist dann eine baldige erste Überprüfung ein Muss.

 

Ratsam sind 5-30 Suchbegriffe pro Thema, idealerweise 2-3-Wort-Kombinationen. Erst allgemeine, später spezifische Termini.

 

Die ausgewählten Keywords sollten Sie grundsätzlich rund 4 Wochen lang testen und ungeeignete entfernen, Gebote erhöhen oder senken oder andere Keyword-Varianten wählen.

 

Das Internet bietet zahlreiche hilfreiche Sites, z.B. wortschatz.uni-leipzig.de, wie-sagt-man-noch.de oder duden.de.

 

Gute eigene Ideen sind zweifellos hilfreich. Entscheidend ist aber, wonach Ihr potentizieller Kunde sucht. Eher nach Veranstaltung oder nach Event, nach Anwalt oder Rechtsberatung, nach Brautmode oder Brautkleider? Bei googlefight.com erfahren Sie es. Testen Sie verschiedene Schreibweisen – und buchen Sie guten Gewissens ein paar Rechtschreibfehler hinzu. Entscheidend ist hier ausnahmsweise nicht Korrektheit, sondern Nachfrage.

 

Mit dem Keyword-Tool von Google lassen sich Suchbegriffe ermitteln, das zu erwartende Suchvolumen und Wettbewerberdichte.

 

Der Traffic-Estimator, erreichbar über den Tab „Tools / Analysen“ oder „Werbechancen“, gibt Aufschluss über in etwa zu erwartende Kosten für einen bestimmten Suchbegriff, Zugriffszahlen und durchschnittliche Position bei einem wählbaren Tagesbudget.

 

Von Buxtehude bis Bhutan?

 

Erfreulicherweise macht König Kunde beim Einkauf heute nicht mehr vor Landesgrenzen Halt. Und Google erst recht nicht. Doch auch wenn ein paar Häkchen an einigen Stellen schnell gesetzt sind, macht es ohne strategische Vorüberlegungen keinen Sinn, omnipräsent zu sein.

 

Anzeigen und Keywords sollten in der Sprache Ihrer Zielgruppe verfasst sein. Bei internationalen Kampagnen könnten Sie für jede Sprache eine separate Kampagne erstellen und diese nach Land oder Standort benennen. Das System entscheidet u.a. anhand der gewählten Benutzeroberfläche, wann Ihre Anzeige erscheint. Dies ist vor allem wichtig in Ländern, in denen verschiedene Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlicher Muttersprache anzutreffen sind. Wenn möglich, versucht das System bei Suchanfragen innerhalb der Google-Suche die IP-Adresse ausfindig zu machen. Wenn Sie Ihre Kampagne allerdings auf ein Land ausrichten, entscheidet der Domain-Name (z.B. google.fr), ob eine Schaltung ausgelöst wird, ungeachtet vom physischen Standort des Suchenden. Schön also, zu wissen, dass bei den richtigen Einstellungen ein Deutscher auf Mallorca Ihre Traumimmobilie kaum übersehen wird.

 

Über Google Insights for Search finden Sie heraus, aus welchen Regionen wieviele Suchanfragen zu erwarten sind und können Budgets und Gebote entsprechend einplanen und zuweisen.

 

Wenn Sie das Keyword-Tool nutzen, können Sie Ihren Wettbewerb auf lokaler und globaler Ebene recherchieren, und eine Selektion nach Ländern und Sprachkombinationen gibt Ihnen wertvolle erste Orientierung. Über die Anzeigenvorschau lässt sich nach Anmeldung und Auswahl der Sprache schnell überprüfen, ob die Anzeige in der gewünschten Region auch gezeigt wird.

 

Und last but not least: In anderen Ländern findet man nicht nur andere Sitten, sondern auch andere sprachliche Gepflogenheiten. Bei einer Ausrichtung auf eine einzige Region oder ein Land treffen Sie möglicherweise schon mit allgemeinen Begriffen ins Schwarze, wohingegen Sie bei Kampagnen in mehreren Ländern spezifischere Termini wählen müssen, damit Sie Ihre Zielgruppe erreichen und die AdWords-Bilanz stimmt.

Wunderwaffe Google Adwords

Martina Bloch am 19. Februar 2013 um 08:11 Uhr

 

Gerade von Freiberuflern und kleinen Unternehmen hört man oft: AdWords-Werbung kostet nur Geld und bringt nichts. Das stimmt. Aber nur, wenn man keine Ambitionen oder keine Möglichkeit hat, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen.

 

Klar ist: Google macht es uns sehr einfach. In wenigen Minuten ist ein Konto eingerichtet. Kurz danach steht eine hübsche Anzeige im Netz und die ersten Suchbegriffe werden eingebucht. Ja, das ist toll. Und nur Stunden später beginnt dann das große Haare-Raufen: Einzelne Suchbegriffe (Keywords) werden aus verschiedenen Gründen nicht angezeigt, das Tagesbudget ist nachmittags bereits aufgebraucht, also schießen wir zähneknirschend noch etwas nach. Am Ende der Woche liegen die Einblendungen schon mal im sechsstelligen Bereich, die Klickrate leider nicht. Das Budget ist weg. Wofür, ist vielen zunächst nicht klar. Und das ungute Gefühl macht sich breit, dass alles nicht optimal läuft.

 

Wie kann man Abhilfe schaffen?

 

Indem man sich zunächst einmal den Aufbau eines AdWords-Kontos und das Grundprinzip dieser Werbeform vor Augen führt:

 

Jedes Konto bietet die Möglichkeit, mehrere Kampagnen zu erstellen, die unterteilt sind in Anzeigengruppen mit verschiedenen Anzeigen.

 

Am Anfang stehen grundsätzliche Überlegungen:

 

  • Welche Produkte / Marken / Dienstleistungen biete ich an?
  • Wo befindet sich meine Zielgruppe und welche Sprache(n) spricht sie?
  • Wer ist meine Zielgruppe und zu welchen Zeiten sucht sie nach meinem Angebot?

 

Der Grund für eine gut durchdachte Kampagnen-Struktur: Google versteigert Werbeplätze. Werbekunden formulieren Anzeigentexte, buchen Suchbegriffe ein, unter denen sie gefunden werden möchten und bieten für jeden Begriff einen bestimmten Preis. Klickt ein Interessent auf eine Anzeige, wird (maximal) der gebotene Preis fällig. Google hat natürlich ein großes Interesse daran, für die jeweiligen Suchanfragen möglichst passende Anzeigen einzublenden, um für alle Beteiligten das Konzept attraktiv und vertrauenswürdig zu halten. In der Praxis heißt das: Je besser die gebuchten Keywords mit den jeweiligen Anzeigentexten übereinstimmen, desto eher ist Google geneigt, diese Anzeigen öfter, zu niedrigeren Kosten und an besseren Positionen einzublenden. Details zum sogenannten „Qualitätsfaktor“ würden den Rahmen dieses Beitrags sprengen, lassen aber bereits ahnen, worauf es im Wesentlichen bei der Konzeption der einzelnen Kampagnen ankommt:

 

Im ersten Schritt werden auf Kampagnen-Ebene alle grundsätzlichen Optionen wie maximales Tagesbudget, geografische Einstellungen und Werbezeiten sinnvoll ausgewählt.

 

Nach einem ausgiebigen (!) Brainstorming und Keyword-Recherchen werden dann im zweiten Schritt die einzelnen Begriffe thematisch so gut wie möglich den jeweiligen Kampagnen bzw. Anzeigengruppen zugeordnet. Gerade Anfänger sollten die Bedeutung der richtigen Keywords nicht unterschätzen und auch bedenken, dass Kunden oder Branchenfremde bei der Beschreibung eines Produkts oft ganz andere Termini benutzen, als sie selbst, die sie sich viel intensiver mit der Materie beschäftigen oder regelmäßig Fachvokabular nutzen. Ein besonderes Augenmerk sollten Sie dabei auch auf die ausschließenden Keywords richten, also jene Begriffe, die für Ihr Angebot nicht relevant sind und in deren Zusammenhang die Anzeige nicht erscheinen soll. So vermeiden Sie viele unnötige Klicks – und damit Kosten.

 

Ein Beispiel mag helfen bei der Entwicklung eigener Ideen:

 

Ein Anwalt, der auch als Mediator tätig ist und darüber hinaus in einem sehr seltenen Fachgebiet brilliert, könnte eine Kampagne erstellen, in der er seine Rechtsberatung bundesweit bewirbt. Eine weitere Kampagne mit Fokus auf seine Mediatorentätigkeit, die eher auf persönlicher Betreuung vor Ort basiert und deshalb regional geschaltet wird, um Streuverluste zu vermeiden.  Und zu guter Letzt eine dritte, mit der er sein spezielles Fachgebiet vermarktet: Mit besonders eng gefassten Keyword-Varianten und einer bundesweiten Schaltung, möglicherweise auch über die Landesgrenzen hinaus und/oder rund um die Uhr. Dies beschert ihm natürlich weniger Suchvolumen. Die daraus resultierenden Klicks dürften aber so wertvoll sein, dass er für diese Kampagne ein höheres Tagesbudget und entsprechende Einzelgebote einsetzen kann, und die Investition sich dennoch lohnen wird.

 

Stehen die einzelnen Kampagnen erst einmal, dürfen Sie sich einen Moment zurücklehnen. Google selbst empfiehlt, Keywords rund 30 Tage lang zu testen. Je nach Größe und Komplexität der Kampagne lassen sich erste Tendenzen aber oft bereits nach wenigen Stunden erkennen.  Nach 2-3 Tagen dürfen Sie also auf jeden Fall nochmals den Stand der Dinge in Ihrem Konto überprüfen:

 

Stuft Google das gewählte Tagesbudget als ausreichend ein?

 

Zu Beginn sollten Sie etwas mehr bieten, damit das System die Attraktivität und Relevanz Ihrer Anzeigen testen kann, frei von finanziellen Einschränkungen. Später lässt sich immer noch abwägen, wie wichtig einzelne Positionen im Wettbewerbsumfeld sind.

 

Ist die Zahl der Einblendungen zu hoch?

 

Gerade bei kleinen Unternehmen liegt der Fokus in Sachen AdWords nicht unbedingt auf Markenführung. Oberstes Anliegen ist eher Umsatz bei möglichst geringen Werbekosten. Deshalb macht es Sinn, sich langsam heranzutasten und die Schaltung zunächst nicht auf das gesamte Such-Werbenetzwerk auszurichten, sondern nur auf die Google-Suche. Dies bringt zwar deutlich weniger Reichweite, aber auch meist sehr viel wertvollere Klicks.

 

Werden einzelne Keywords nicht angezeigt – und warum nicht?

 

Bei Berührung des Statusfeldes mit der rechten Maus werden für die einzelnen Suchbegriffe die Keyword-Diagnose und der von Google berechnete Qualitätsfaktor angezeigt. Falls bestimmte Keyword-Varianten mangels Suchvolumen gar nicht eingeblendet werden, sollten andere Optionen getestet werden. Ist der Qualitätsfaktor nicht zufriedenstellend, werden andere Keyword-Varianten recherchiert oder bestehende besser mit den Anzeigen abgeglichen. Idealerweise liegt er natürlich im grünen Bereich.

 

Spätestens, wenn Sie komplexe Kampagnen, etwa für einen Onlineshop, optimieren möchten und Punkte wie automatische Gebotseinstellungen auf der Tagesordnung stehen, oder wenn Sie mittels eines Optimierungstools Ihre Ausgaben noch besser im Griff haben und nicht gewinnbringende Klicks minimieren möchten, empfiehlt sich die Installation von Google Analytics, Conversion Tracking oder anderer Tools. Denn nur so lässt sich  nachverfolgen, woher und mit welchen Suchbegriffen Interessenten auf Ihre Website gefunden haben und welche Aktionen unter welchen Bedingungen ausgeführt wurden. Die so gewonnenen Daten bilden eine solide Grundlage, auf deren Basis die Vermarktung einzelner Produkte optimiert werden kann.

 

Dennoch muss man auch am Anfang nicht im Trüben fischen. Unter dem Tab „Keyword-Details“ lässt sich unter „Suchbegriffe anzeigen“ bereits nach kurzer Zeit feststellen, durch welche der gebuchten Keywords Interessenten auf die Seite gefunden haben. Hier wartet manche Überraschung auf Auswertung und wertvolle Hinweise auf weitere ausschließende Keywords und sinnvolle Wort-Varianten, die letztlich bares Geld wert sind.

 

Allzu pauschale Aussagen sind zwar nicht sinnvoll, aber bei einer Klickrate von mindestens 1% gelten die Hausaufgaben zunächst als erledigt, zumindest im Such-Werbenetzwerk. Die Klickrate im Display-Netzwerk ist allgemein etwas niedriger. Das Wettbewerbsumfeld im Internet ist aber bekanntermaßen ständig in Bewegung und auch Google nicht zurückhaltend mit System-Änderungen. Deshalb sollten Sie einmal wöchentlich kurz überprüfen, ob alles noch zur Zufriedenheit läuft. Bei dieser Gelegenheit können auch konsequent ineffiziente Suchbegriffe entfernt werden, die das Konto belasten – monetär und praktisch – und den Überblick erschweren.

 

Wer diese Tipps verinnerlicht, wird nach ersten Schießübungen regelmäßig ins Schwarze treffen und bald schon jeden in AdWords investierten Euro zu schätzen wissen.

Vielen Dank an Margit Sies-Gurel  für diesen 1 von drei Gastartikeln zum Thema Google Adwords

 

#mopi – Der Montagspitch

Martina Bloch am 31. Januar 2013 um 17:24 Uhr

#mopi 

Der Montagspitch

  • Vierzehntäglich, jeweils am Montag
  • von 12.00 Uhr – 13.00 Uhr
  • Auf twitter
  • Erzählen Sie mir und anderen was Sie tun.
  • Ein Elevatorpitch in 135 Zeichen
  • Ich kucke, ob es besser geht und sage es Ihnen
  • Unter diesem Twitternamen @akquisefachfrau
  • Start ist der 4. Februar 2013
  • Nur gültig mit diesem hashtag: #mopi

Gute Akquise für coole Taschen

Martina Bloch am 3. September 2012 um 08:49 Uhr

Bevor man auf den Autozug nach Sylt fährt, erhält man in der Regel einen Werbebeutel mit x- Werbebroschüren.
( Früher gab es auch noch Warenproben, wie Bonbons oder Schokolade, das waren aber die guten alten Zeiten :), heute gibt’s nix mehr zum probieren).

Trotzdem lese ich während der Überfahrt die Broschüren alle durch. Um zu wissen, was es Neues auf der Insel gibt, die aktuellen Angebote der Discounter zu kennen, ein wenig Klatsch und Tratsch zu lesen.

Diesmal weckte ein kleiner Bericht über neue Taschen, bei denen man den Taschendeckel wechseln kann, mein Interesse.
Hafen 7 war die Adresse. Kannte ich noch nicht, aber es war klar, da wollte ich hin.
Gesagt und drei Tage später getan.
Dort erwartete mich der wunderbare Tausche Laden.
Taschen über Taschen. In vielen Größen und Ausführungen.
Alle hatten sie gemeinsam:  Sie sind aus Planen genäht und ihre Deckel sind austauschbar!

Es war sofort klar, so eine Tasche brauche ich. Sofort.
Die Tagediebin war meine allererste Wahl, dazu drei Deckel, die Photos sehen Sie unten.

Die Franchisenehmerin des Ladens hat alles richtig gemacht.
Die Werbung in einer gut gemachten Broschüre zusammen mit anderen Angeboten plaziert.
In einem Medium, dass genau dann verteilt wird, wenn die Zielgruppe Zeit hat, es zu lesen.
Den Beitrag attraktiv geschrieben, unterlegt mit Lust machenden Photos.
Mit dem Ergebnis, dass nicht nur ich eine Tasche gekauft habe, sondern auch darüber blogge, diversen Menschen schon den link zu tausche genannt habe und besonders mit meiner Networking Postkarte viel Neugier geweckt habe.

Wenn das keine gute Akquise ist, was dann?

Die Must-Have-Tasche für alle, die der Welt gern unterschiedliche Botschaften mitteilen.

Die ultimative Tasche für Syltfans wie mich.

#hach der Deckel zum Selbergestalten. Ich denke gerade an Pelz. So als Winterdeckel.

Das Jahr fängt gut an

Martina Bloch am 6. Januar 2012 um 17:50 Uhr

z.B. mit diesem Video:

 

Zum Nachdenken und Nachmachen!

Martina Bloch am 23. November 2011 um 12:46 Uhr

Intelligente Akquise, intelligente Werbung kann so einfach sein.
Finden Sie nicht?
Meinen Sie: „Die hat ja gut reden!“ ?
Dann kucken Sie bitte in das andersdenken Blog und lesen
Sie den Artikel zum Thema: 10 großartige Werbungen zum Drauftreten

Sind Sie jetzt meiner Meinung?

Intelligente Akquise kann man lernen

Martina Bloch am 2. Oktober 2011 um 19:48 Uhr

Akquisetalk ist mehr als Reden.

Zum Beispiel beim Akquisetalk,
der in diesem Jahr noch drei Mal stattfindet.
Diskutieren Sie mit Menschen aus ganz
anderen Branchen Ihre Akquisewege,
Ihre Akquisestrategien,
holen Sie sich Anregungen,
Motiviation, Unterstützung.

Für den 11. Oktober gibt es noch drei freie Plätze,
Anmeldung bitte verbindlich an
akquisetalk (at) bessere-kontakte.de senden.

 

Neukunden kommen von allein

Martina Bloch am 26. Juni 2011 um 08:41 Uhr

Ab heute stelle ich in loser Reihenfolge Beispiele intelligenter Akquise vor.

Was verstehe ich unter intelligenter Akquise?
Intelligente Akquise, ist die, die sich am Käufer orientiert, ihn nicht stumpf beschallt oder mit Werbung zupflastert sondern sich überlegt, was sein Problem, seine Not ist und dafür eine Lösung bietet.
Tesco hat das in Korea wirklich beispielhaft gelöst:

Den Kunden dort abzuholen, wo er im Moment steht, ist eine richtig gute Idee!
Sogar wenn er auf dem  U-Bahnsteig steht.
Dann wird gern bei uns gekauft.

Wie eine gute Akquise-Idee zu neuen Kunden führt

Detlef Krause am 23. September 2005 um 15:18 Uhr

Wieder einmal eine, wie ich finde, pfiffige Akquise-Idee. Wer selbst schon einmal angestellt war, kennt das typische Mittagsproblem: Wohin gehen wir heute? Es muss schnell gehen und darf nicht viel kosten. Also … mal wieder auf zur Pommes-Bude. Oder schnell ein Brötchen vom Bäcker auf die Hand.

Ihr Chance, bei potenziellen Kunden bestens zu punkten.

So geht’s: Bieten Sie potenziellen Neukunden an, zur Mittagspause für die Abteilung (sofern sie nicht allzu groß ist) einen Mittags-Lunch vorbeizubringen. Und präsentieren Sie währenddessen in lockerer Atmosphäre Ihr Angebot.

Während Ihre potenziellen Kunden sich über den Gratis-Lunch freuen, ist Ihnen für 30 bis 45 Minuten die Aufmerksamkeit sicher. Demonstrieren Sie die Vorzüge Ihres Angebotes. Stellen Sie Ihr Sortiment vor. Diese Business-Lunchs eignen sich vorzüglich, wenn Sie kleinere Unternehmen besuchen. Arztpraxen, Kanzleien, Versicherungs- und Werbeagenturen. Weiterer Vorteil: Sie brauchen keine Raummiete zu zahlen. Und verglichen mit dem Werbeeffekt sind Ihre Kosten minimal.

Einladungen verschicken Sie per Post mit Faxantwort. Und … machen Sie die Rückantwort dringend.

Setzen Sie ein zeitliches Limit für Ihre Lunch-Aktion!