Akquiseblog

Gute Akquise kann so einfach sein


Eine kalte E-Mail

Zunehmend erhalte ich nicht nur “kalte” Anrufe sondern auch kalte E-Mails.
Also E-Mails von Anbietern die ich nicht kenne, mit denen noch kein Kontakt besteht, die mich aber für ihre Produkte/Leistungen begeistern wollen.
Unter anderem für die der Personalsuche.
Ich stelle Ihnen heute zwei dieser E-Mails vor, eine ohne Namensnennung, eine mit (wurde mir erlaubt:)

Nummer 1:
Guten Morgen Martina Bloch ,

wir sind hier auf xing.de um neue Aufträge zu generieren.
Arbeisvermittlung, Personalvermittlung sowie Schulungen gehören zu
unserem Tätigkeitsfeld.

Suchen Sie Mitarbeiter oder haben Sie welche eingestellt, dann
sollten Sie bei uns anrufen.

Bei Personalbedarf würden wir Sie gerne unterstützen, bzw. bei
Personaleinstellung mit Tipps und Tricks zur Seite stehen, damit sich
die Personaleinstellung für Sie sogar lukrativ auswirken kann.

Über Ihre Kontaktaufnahme würde ich mich freuen.

Freundliche Grüße

Abcd (hier stand tatsächlich nur ein vier Buchstabenname)

Email: efgh23@freenet.de
————

Nummer 2:

Sehr geehrte Frau Bloch!

Im Internet sind wir auf Ihr Unternehmen aufmerksam geworden und möchten heute die Gelegenheit nutzen, Ihnen unser Unternehmen vorzustellen.

Im Großraum Berlin sind wir bereits seit längerem erfolgreich in der Call Center-Branche tätig und möchten unser Angebot nun auch überregional erweitern. Wie Sie der beigefügten Präsentation entnehmen können, bieten wir verschiedene Kooperationsmöglichkeiten an.

1. Arbeitnehmerüberlassung:
– Überlassung von Arbeitnehmern (m/w) auf Zeit (der Stundensatz orientiert sich an den jeweiligen Qualifikationen)
– Call Center Agents m/w können wir Ihnen ab 14,80 € zzgl. MwSt. anbieten.

2. Arbeitnehmerüberlassung mit anschließender Übernahme:
– Einsatz des Arbeitnehmers (m/w) fünf Monate über Arbeitnehmerüberlassung
– danach ist eine kostenlose Übernahme in den festen Mitarbeiterstamm möglich.

3. Direktvermittlung:
– Das Vermittlungshonorar orientiert sich an den AGB´s, ist aber verhandelbar.
– Bei Vorlage eines gültigen Vermittlungsgutscheines verringert sich das Vermittlungshonorar anteilig.

Sie benötigen in anderen Bereichen Personal? Kein Problem! Als bundesweit agierendes Unternehmen haben wir für jeden Personalengpass die richtige Lösung.
Haben wir Sie neugierig gemacht und Sie wünschen weitere Informationen? Dann rufen Sie uns an. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martha Mustermann (Name wurde auf Wunsch entfernt)
Personaldisponentin

PRIMAJOB AG
Potsdamer Straße 98
10785 Berlin

martha.mustermann@primajob.de
http://www.primajob.de

Tel.: 030 8109674-0
Fax: 030 8109674-20

————————————-
Gefällt Ihnen eine davon?
Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?

6 Kommentare zu “Eine kalte E-Mail”

Direkt zu Ihrer Frage – wenn überhaupt, dann mail No. zwei. Warum ? Weil da Ihre, nicht die Schreibersicht als Ansatzpunkt genannt ist, – klar strukturiert in “erkannte” Möglichkeiten, klar als Geschäftbetrieb mit fast allen Angeben erkennbar – okay.
Über die Freinetznummer -mail erübrigt sich jeder Kommentar – da wäre es sinnvoller gewesen nur zu schreiben: “Gehen wir mal einen Kaffee trinken?”

Dennoch – beide Mails sagen mir nicht zu. Klar kann man durch mails zu neuen Kunden kommen – doch sollte man etwas recherchiert haben. Es ist extrem schwierig, von Außen eine Firmengröße abzuschätzen ( nur in Xing geht das einfach) -wer aber wirklich will, der findet sowas heutzutage.
Leider kann man da bei Kaufadressen nicht immer einfach von ausgehen.
Speziell, wenn man eine allgemein interessante Software eines in einem sehr engen Markt oder auf Grund einer Anfrage aus einem Kundenprojekt gleich in das spezielle eigene Kundenraster und Segment eingeordnet wird, das überhaupt nicht passt.
Sowas wird aber immer noch an un von Adressenhändler verkauft –

Also ich würde es besser finden, wenn man zunächst ohne zu detailierte Angabe von Lösungen eine Anfrage nach möglichen Berührungspunkten schickt.

Die erste Mail ist die Personifizierung des NoGos und noch nicht mal diesen Kommentar wert, die zweite Mail gibt sich mehr Mühe, ist aber auch Käse: Gähnend langweiliger, stereotyper Einstieg, völlig falsche Ansprache, die reden nur von sich, es geht aber um dich. und die freundlichen Grüße am Schluß hauen mich auch alles andere als vom Hocker.

Kurz – nein, keine von beiden gefällt.

Vielen Dank für das Feedback.
Stimmt, genau betrachtet ist keine der beiden E-Mails gut.
Weil ich aber soviele wie die erste bekomme, fand ich die zweite schon ganz prima.
Zumindest wurde ich dort höflich angesprochen, mir wurde deutlich gemacht, woher sie meine E-Mail Adresse haben, warum sie mich akquirieren und was ich davon habe. Letzeres zwar nicht sehr ausgefeilt, aber ich kann mir vorstellen, dass die Firma hier mitliest und an ihren E-Mails feilen wird.
Hat einer von Ihnen/Euch denn ein deutlich besseres Beispiel zur Hand? Wäre, um den Lernfaktor zu erhöhen, sehr hilfreich.

Erschreckend – aber bessere Beispiele haben mich bis dato nicht wirklich erreicht, tendenziell geht der Großteil sogar in Richtung Variante 1).

Wie sieht denn eigentlich die beigefügte Präsentation aus? Um wirklich den Lernfaktor zu erhöhen, spielt das insofern eine Rolle, ob das Mailing eher dazu dienen soll(te), die Präsentation zu öffnen oder ob diese nur ein angehängtes Unternehmensportrait darstellt, was auch nicht aktiver verkauft, aufruft, usw.

Gartenpänke sagte am

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