Wie heissen denn Ihre PDFs ?

Martina Bloch am 15. August 2011 um 18:17 Uhr, 10 Kommentare

Heute bekam ich Post von meiner Krankenkasse. Also, genau gesagt, eine E-Mail. Mit PDF Anhängen, weil ich nach Krankentagegeld gefragt hatte.

Die E-Mail kam ratz-fatz. Mit drei PDFs im Anhang.

  • Beratungsblatt 1
  • Beratungsblatt 2
  • Beratungsblatt 3

Ah.
Hah.

Bei manchen meiner Kunden heissen die PDFs:
ax47Systeminfo.pdf
Oder:
Flyer-EBB-20Download.pdf

Und was solche Namen noch sind.

Mal ernsthaft gefragt:
Wenn Sie solche PDFs erhalten, wissen Sie was da drin steckt?
Würden Sie es gern wissen?
Sind Sie auf den Inhalt neugierig?
Erinnern Sie sich nach Tagen noch, worum es in dem PDF geht?

ICH NICHT!

Ich mag PDFs mit echten Namen. Also z.B.

  • Beratungsblatt 1 – Voraussetzungen zum Erhalt von Krankentagegeld
  • Beratungsblatt 2 – Leistungsbeschreibung Krankentagegeld
  • Beratungsblatt 3 – Kostenaufstellung für den Bezug von Krankentagegeld

Oder eben so ähnlich. Damit ich auf Anhieb weiss, was mich in dem PDF erwartet.

Das musste jetzt mal schnell hierhin. Vielleicht hilft es Ihnen ja, mal über Ihre PDF Namen nachzudenken.
Ihre Kunden werden es Ihnen danken!

  1. 10 Kommentare zu “Wie heissen denn Ihre PDFs ?”

  2. Sieh dir mal an, wie die meisten Anbieter ihre als Dateien eingereichten Angebote benennen. An erster Stelle »Angebot [Kundenname].pdf«. Na ja, .pdf zumindest dann, wenn sie gnädigerweise keine .doc-Datei reinschicken. Was macht der Kunde? Er schiebt die Angebote in einen Ordner oder auf den Desktop. Dabei wird mit hoher Wahrscheinlichkeit schon die erste »Angebot [Kundenname].pdf« von der zweiten überschrieben. So schießen sich die Anbieter selber aus dem Wettbewerb. Kaum ein Anbieter kommt auf die Idee, In den Dateinamen zu schreiben, was angeboten wird oder gar seinen eigenen Namen. Dabei würde genau das dem Kunden helfen, die Angebote eindeutig zu identifizieren. Denn wie er selbst heißt, das weiß der Kunde schon. Ebenfalls verwunderlich aber eine erwiesene Tatsache: Die wenigsten Empfänger benennen Dateien, die sie per E-Mail oder Download erhalten haben, beim abspeichern um.

  3. Britta sagt:

    Unbedingt. Das gilt übrigens nicht nur für Informationen, sondern auch für Rechnungen. Bitte Datum und Absender in den Namen. Bei mir häufen sich RG124684570459. Was soll ich damit??

    „Beratungsblatt 1“ finde ich übrigens auch redundant. „Voraussetzungen zum Erhalt von Krankentagegeld“ reicht doch völlig! Nur nicht so lange Namen, die ich nicht auf einen Blick erfassen kann. Also noch lieber „Krankentagegeld – Voraussetzungen“.

  4. Klaus-M. Schmidt sagt:

    Manche Inhalte sind es einfach nicht wert, klar kommuniziert zu werden!

    Und andere, da ist dann „Beratungsblatt1.pdf“ vermutlich schon der informativste Teil des kleingedruckt-vertraglichen Kauderwelsch.

    Obwohl ich viel Erfahrung mit Vertragstexten habe, gibt es solche Anhänge,bei denen erst mehrfaches Lesen und Verfolgung der Querverweise die Beurteilung des Inhalts gestatten – da hätte ein Klartext im Dateinamen (z.B. „Leistungsverzeichnis“) völlig falsche Erwartungen geweckt.

  5. Florian sagt:

    Weil dem Techniker bei solchen Namensgebungen der Hut hochgeht.
    Das ist im Browser schwierig (besonders im IE, der sich offenbar immernoch einer unerklärlichen Beliebtheit erfreut), auf dem Server schwierig und irgendwie müssen Sie so ein Verzeichnis voller PDFs auch pflegen.
    Betroffen sind Umlaute, Leerzeichen, Steuerzeichen, bestimmte Sonderzeichen, Dateinamenlänge darf 128 Zeichen nicht überschreiten und eigentlich auch Groß-/Kleinschreibung.

    (Andere Einschätzuungen sind möglich, basieren aber i.d.R. auf einem nicht-repräsentativem Erfahrungsschatz. Diese Regeln sind sehr streng, andererseits kommt es bei Nicht-Beachtung früher oder später zu Problemen. Auf Nachfrage erkläre ich gerne jede Einzelne.)

    Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin auch unbedingt für einleuchtendere Namen, aber aus
    „Beratungsblatt 1 – Voraussetzungen zum Erhalt von Krankentagegeld“ muss – technisch bedingt –
    „beratungsblatt-1–voraussetzungen-zum-erhalt-von-krankentagegeld.pdf“ werden.

  6. Markus Väth sagt:

    Konkrete Benennung: ja.
    Allerdings empfehle ich, a) keine Umlaute zu benutzen und b) Unterstriche (_) zwischen den Wörtern zu setzen. Es gibt immer noch Mail-Systeme, die mit Umlauten und Leerstellen nicht zurechtkommen.

  7. Kurt sagt:

    Ganz ehrlich, PDF´s mit solch komischen Namen, wo man nichts dabei rauslesen kann, würde ich erst gar nicht öffnen. Was soll der Schmahn mit ax47Systeminfo.pdf?

  8. Volker Remy sagt:

    Hallo Martina,

    ein kleines, aber feines Thema. Danke für den Hiweis!

    LG
    VR

  9. Rieksmeier sagt:

    Guten Tag ins Blog! Das ist ja klasse, liebe Frau Bloch!

    Wie desorientiere meinen Kunden aufs Maximalste! Topp auch der Hinweis von Jens Arne Männig (im Kommentar): Wenn der Kunde eine Angebotsdatei mit seinem Namen erhält, wird er garantiert wahnsinnig! Rieksmeier-Dateien habe ich gefühlt n-mal in meinem Rechner.

  10. Rieksmeier sagt:

    Tolle Analyse des täglichen Wahnsinns. Auf so etwas Praktisches stehe ich. Klasse auch: Kommentator Jens Arne Männig zu den Anlagen, die den Dateinamen des Kunden tragen…. :-)))

    Kurzum: Dieses Blog-post nehme ich gerne ins http://www.tagesbriefing.de am Mittwoch. Herzliche Grüße aus Hamburg-Bergstedt 😉

    Markus Rieksmeier
    Redaktionsleiter – Das Tagesbriefing (.de 🙂

  11. Bernd Hansen sagt:

    Hallo und Guten Tag,
    es gibt sie doch, die Kollegen, die ihre Anlagen zu Ihren Mail-Angeboten mit verständlichen Namen versehen.
    Für mich eine Selbstverständlichkeit als „Respekt“ gegenüber dem Kunden, der Anspruch auf verständliche und personalisierte Angebote hat.
    Liebe Grüße sendet
    Bernd Hansen

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