Frust bei der Kaltakquise?

Martina Bloch am 5. Februar 2013 um 09:57 Uhr, 7 Kommentare

Jeder, der Kaltakquise per Telefon betreibt, kennt es:

Der gewünschte Ansprechpartner ist einfach nicht zu erreichen.

Egal wann oder wie oft man es versucht.
Oft sieht das Ergebnis der Telefonakquiseversuche so aus:

05.02.2013 09:54:59 er nimmt nicht ab.
04.02.2013 09:00:03 wieder nimmt er nicht ab.
01.02.2013 09:19:20 wieder nimmt er nicht ab.
30.01.2013 11:54:44 egal wann ich es versuche, er nimmt nicht ab.
29.01.2013 09:11:18 wieder nimmt er nicht ab.
28.01.2013 09:02:33 er nimmt nicht ab.
25.01.2013 08:35:14 er nimmt nicht ab
24.01.2013 16:20:28 er ist nicht mehr im Haus, DW notiert.

Oder auch so:

04.02.2013 08:36:55 wieder ist er nicht am Platz, er ist aber im Haus, heisst es.
30.01.2013 12:17:36 er ist nicht am Platz, ev. ab 13.00 Uhr wieder.
29.01.2013 09:24:40 er ist nicht am Platz.
28.01.2013 08:57:27 er ist nicht am Platz, DW notiert.
23.01.2013 09:21:51 er ist am besten morgens um 8.00 zu erreichen, aber erst ab Montag wieder.
22.01.2013 14:00:54 er ist in einem Termin, besser morgen zu erreichen.
21.01.2013 16:13:37 In der Warteschleife hängen geblieben

Frust macht sich breit. Wieso ist dieser Ansprechpartner einfach nicht zu erwischen?

Mein Rat: Tragen Sie es mit Fassung.

Das muss man aushalten können, denn wenn man, nein Frau, Kaltakquise  betreibt, braucht es jede Menge Resilienz .

Tatsächlich sitzt nirgends ein Ansprechpartner hibbelnd vorm Telefon und wartet auf unseren Anruf.
Denn alle unsere Ansprechpartner haben Aufgaben zu erfüllen, die leider nicht darin bestehen, auf uns zu warten 🙂
Wir brauchen Geduld und Durchhaltevermögen.
Bis zur Entscheidung:  jetzt ist es genug!

Ich entscheide immer mit meinen Kunden, wieviele Anrufversuche wir investieren.
Das kann schon dazu führen, dass man es 10 oder 15 mal versucht. (Ich sehe es in dem Moment sportlich und freue mich, wenn die Geduld mit Erfolg belohnt wird.)
Glücklicherweise entstehen aus dem Durchhaltevermögen am Ende oft sehr interessante Leads.

Und wie halten Sie es? Bleiben Sie dran? Geben Sie auf? Versuchen Sie es in drei Monaten wieder?

 

Dieser Artikel wurde im Juli 2016 aktualisiert.

  1. 7 Kommentare zu “Frust bei der Kaltakquise?”

  2. Und das macht Ihnen Spaß? 😉

  3. Volker sagt:

    Aber dann das Erlebnis, wenn man ihn erreicht, ganz zu schweigen von einem eventuellen ERGEBNIS!

  4. :-)) Spass macht es mir, weil ich irgendwann doch zum Zuge komme und sich die Mühe oft lohnt.

  5. Wie wahr, liebe Martina!

    Die Nicht-Erreichbarkeit hat erheblich zugnommen … auch genau meine Erfahrung! Mittlerweile gibt es regelrechte Telefon-Verweigerer – ob ‚absichtlich‘ oder aufgrund der hohen Arbeitsdichte, sei dahingestellt. Fazit für die Akquise: Wir überlegen vorher, wie viele vergebliche Versuche akzeptabel sind, ehe ein anderer Kommunikationsweg beschritten wird.

    Noch ein Wort zum Spaßfaktor: Natürlich ist der oben so treffend beschriebene Prozess keine reine Freude, andererseits: Wie lange tüftelt oft ein Forscher an seiner Frage, ehe er den Durchbruch erzielt? Gehört einfach zum Job dazu – und der Erfolg entschädigt reichlich.

  6. Die Erfahrung mit dem Nicht-Erreichen von Kontakten haben wir wohl alle schon gemacht. Ihre Beispiele oben sind überwiegend morgens oder am Vormittag, zufällig oder nicht. Haben Sie Erfahrungen mit anderen Uhrzeiten? Ich bilde mir ein, dass „krumme“ Uhrzeiten besser geeignet sind, jemanden telefonisch zu erreichen, weil 09:30, 10:00, 11:00 Uhr usw. eben auch typische Uhrzeiten für Besprechungen sind.

  7. Ist doch prima, liebe Martina. Mit jedem Anruf wird Dein Kunde am Jahresende gut 142,- Euro Umsatz gemacht haben.

    Ein wenig Statistik hilft oft, um das notwendige Durchhaltevermögen nicht zu verlieren.

    Gehen wir beispielhaft davon aus, dass ein Neukunde im Schnitt im ersten Geschäftsjahr 5000,- Euro Umsatz generiert. Der Aussendienstler kann ca. jeden 5. Besuch in einen Auftrag verwandeln. Und Du brauchst im Schnitt 7 Telefonate, um einen Termin für den Außendienst zu generieren.

    Macht 7 x 5 x 15 = 525 Anrufe. Darin sind 490 Fehlversuche enthalten.

    5000,- Euro x 15 Neukunden = 75.000,- Euro
    75.000 : 525 = 142,86 Euro

    Weiterhin erfolgreichen Tag und beste Grüße nach Hamburg.

  8. Simone Herzberg sagt:

    That’s live!

    Charmante Hartnäckigkeit kann sich oftmals auch nach Jahren auszahlen. So ging es mir einmal – zwei Jahre an einem potentiellen Kunden dran geblieben – alle 2-3 Monate angerufen – Resultat: Ein halbes Jahr fest beim Kunden im Unternehmen. Ich gebe zu, dass war schon ziemlich lang 😉

    Von Tim Taxis habe ich die: „Jetzt hilft mir nur noch die liebe Gott Strategie“ übernommen. Wirkt super – übrigens absolut empfehlenswert zu lesen: Heiß auf Kaltakquise

    Allen einen erfolgreichen Tag

    Simone Herzberg

Schreiben Sie einen Kommentar


Die Informationen zur Datenverarbeitung habe ich gelesen