Ich zerlege Agenturen

Martina Bloch am 20. Februar 2013 um 08:45 Uhr, 6 Kommentare

Was machen Sie eigentlich beruflich heisst die Blogparade von Wiebke Ludwig, die gerade durch Bloggerland  zieht.

Ja, was mache ich eigentlich beruflich?
Wenn ich an einen Kunden aus dem letzten Jahr denke, muss meine Antwort lauten:

Ich zerlege Agenturen!

Was das soll? Na, ich wurde in eine Agentur gerufen.

Wir wollten klären,

– was die Agentur wirklich auszeichnet,
– wo der überall so heiss gesuchte USP sich versteckt,
– wer die Ziel-oder besser Wunschkunden sind,
– für wen die Agentur auf keinen Fall mehr arbeiten will,
– was die Mitarbeiter am liebsten tun
– wie man eigentlich an neue Kunden kommt
– welche Akquisewege richtig sind
– und wieviel Geld man kosten darf.
Das alles erarbeite ich mit und für meine Kunden.

Auch mit dieser Agentur.

Nur dass hier am Ende einige Teilhaber der Agentur feststellten:

Ich will nicht mehr!

„Ich will keine Agentur mehr leiten, keine kreativen Ideen entwickeln, keine Layouts überwachen, keine Druckvorstufen prüfen, keine Briefings
über mich ergehen lassen, keine Texte mehr schreiben, keine Akquise mehr machen, alles, alles nicht mehr“ hiess es plötzlich.

„Wir machen jetzt was ganz anderes, das wollten wir immer schon machen haben es nie so klar gesehen, aber jetzt, jetzt wissen wir es endlich“
hiess es.

Zack! Die Agentur war in Einzelteile zerlegt.

Der Rest der Teilhaber, die, die sich nicht neu verwirklichen wollten, sondern die die Agentur nach vorne pushen wollten, waren konsterniert.
Mit vielem hatten sie gerechnet, nur damit nicht.
Und als sie sich bei mir beschwerten, fragte ich:

Wolltet ihr nicht Klarheit?

  • Klarheit über euer Können?
  • Klarheit über eure Ziele?
  • Klarheit über eure Kunden?
  • Klarheit über euren gemeinsamen Weg?

Die habt ihr jetzt.
Anders als gedacht, aber eindeutig ganz klar.

Ganz klar, weil sie mich gerufen hatten, und ich so richtig prima Agenturen zerlegen kann 🙂

….und noch ein paar andere Dinge…..

 

  1. 6 Kommentare zu “Ich zerlege Agenturen”

  2. Thomas B. sagt:

    Bin durch Zufall auf diesen Beitrag gestoßen und habe Ihn mit Interesse gelesen.

    Ich finde es immer wieder interessant das auf der einen Seite Firmen Menschen beauftragen, die einem ja helfen sollen beim optimieren von Abläufen und weiteres oder beim optimieren von anderen Vorgängen.

    Wenn dann das Ergebnis nicht so ausfällt wie die Firmeninhaber es sich vorstellen, fällt oftmals die berühmte Kinnlade auf den Tisch und Unverständnis hält Einzug.

    Darum finde ich die Aussage:

    Wolltet ihr nicht Klarheit?
    Klarheit über euer Können?
    Klarheit über eurer Ziele?
    Klarheit über eure Kunden?
    Klarheit über euren gemeinsamen Weg?

    Eine sowas von zutreffende Aussage.

    Kompliment !!

  3. Vielen Dank für das Kompliment, es freut mich.
    Wobei die Beschwerde tatsächlich nicht so heftig war, es überwog das Erstaunen über das Ergebnis, mit dem tatsächlich niemand gerechnet hatte. Ich auch nicht 🙂

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