Mehr Neins für mehr Jas!

Martina Bloch am 6. Oktober 2015 um 08:53 Uhr, 8 Kommentare

Katrin Klemm von  Die Kernforscher hat mich zur Blogparade eingeladen :

Nein

Nein sagen und selbstbestimmt glücklich werden.

Dazu schreibe ich gern.

 

 

 

 

 

 

Franz Josef Strauß sagte einmal:

„Everybody’s darling is everybody’s Arschloch.“

Den Satz habe ich mittlerweile verinnerlicht.
Weil ich eben nicht jedermanns Liebing sein will sondern ganz und gar ich.
Deshalb traue ich mich, Nein zu sagen.

  • Nein zum „Die anderen finden das aber alle sehr schön, deshalb mußt du das auch schön finden.“
  • Nein zum Rassismus.
  • Nein zu lästigen Newslettern
  • Nein zu dümmlicher Akquise
  • Nein zu zahlungsunwilligen Kunden
  • Nein zu Menschen, die nur nehmen, nicht geben
  • Nein zu Lob das nicht ernst gemeint ist
  • Nein zu unlauteren Geschäftsmethoden
  • Nein zu Dummschnackern
  • Nein zu Mißgunst
  • Nein zu Haß
  • Nein zu penetranten Akquisemethoden
  • Nein zu hohlem Geschwätz
  • Nein zu schlechten Getränken
  • Nein zu geschmacklosem Essen.
  • Nein zu banalen kostenfreien Webinaren
  • Nein zu all den selbsternannten Experten

 

Weil ich viel mehr, viel, viel, viel mehr Ja sagen will
zu:

  • spannenden Begegnungen
  • interessanten Gesprächen
  • guter Akquise
  • amüsanten Videos
  • anregenden Diskussionen
  • leckeren Kuchen
  • lustigen Ideen
  • mehr Miteinander
  • erforschen von Twitterprofilen
  • lesen bereichender Blogartikel
  • planen guter Events
  • tbc

sage ich entschieden Nein zu den Dingen, die ich auf keinen Fall will.

 

Nicht nur in meinem Kämmerlein, sondern auch offen.
In Diskussionen.
Im Netz.
Auf der Straße.

Für mehr Neins, damit mehr Jas Wirklichkeit werden.

  1. 8 Kommentare zu “Mehr Neins für mehr Jas!”

  2. Katrin Klemm sagt:

    Danke herzlich, liebe Martina, nicht nur dafür dass Du die allererste in unserer Blogparade bist, sondern auch für klare Worte.

    Ja man riskiert, im ersten Augenblick als nicht mehr „nett“ oder „sozial verträglich“ angeschaut zu werden, sagt man klar und deutlich Nein. Doch sobald damit Raum frei wird, Menschen für unsere Ja zu gewinnen, ist wieder ganz viel Platz für Lebensfreude.

  3. Ist die eigene Feststellung „ich muss öfters NEIN sagen“ eine Kapitulationserklärung der zivilisierten Kultur-Gesellschaft und eines menschenwürdigen Lebens?

    Wozu „Nein“ sagen? Zu eignen Wünschen, Zielen, Wegen? Nein, sicher nicht.

    Das gemeinte „Nein“ richtet sich gegen die von Dritten mir gegenüber gemachten Aktionen, Absichten, Anfragen, Angebote. Und weiter steht auch fest, dass ich sicher kaum NEIN sagen werde, wenn diese mir von Dritten gegenüber gemachten Aktionen, Absichten, Anfragen, Angebote in meinem Sinne wären, meinen Wünschen, meinem Wollen, meinen Fähigkeiten entsprächen.

    Warum ein „NEIN“ – angesichts doch angeblich so stark an meinen Wünschen, Verhalten und Suchen angepasster, personalisierter Werbung?

    Ist die vielleicht gar nicht so personalisiert? Ist die eventuell mit viel Schmonzes, Aufwand und Einsatz da mathematisch statistisch hervorragend errechnete digitale Realität doch kein Abbild der Realität, sondern blindes Fischen im Teich ist, der durchschnittlich 1,3245623 Meter tief ist (nur über die 1 ist man sich nicht so ganz sicher, die restlichen Stellen stimmen jedoch) ? Bei dem eine einfache Wurfsendung an alle Haushalte am Ende zumindest das Gleiche bei weniger Aufwand erbracht hätte? Wird diese Vermutung nicht auch durch die Statistiker selbst bestätigt, indem eine Bonität allein aus den anhand von Vornamen ermittelten Altersdaten, den Verkaufszahlen von Schuhgrößen und statistischen Wahrscheinlichkeiten aus den Daten meines Wohng11ebiets errechnet wird?

    Es liegt vermutlich nicht daran, dass das die Berechnungsmethoden oder -Modelle falsch sind – vermutlich nicht. Ich denke diese Gesellschaft hat verlernt, erstmal mit dem einfachsten allen Denkens, dem „gesunden Menschenverstand“ abzuschätzen – Dinge einfach einfach zu machen statt nur „simple“. Und dass das vorher „eigene denken“ unmodern ist, ja, das stimmt –

    Nicht nur bestimmte Gesten, Anredeformen oder Mischen, Wischen, Welljus oder wie das so heißt evtl. auf völlig anderen Kulturerlebnissen und Mentalitäten basieren und damit auch völlig anders gehandhabt werden …..

    Also : „NEIN“

  4. #hach, fein! Danke! Zu diesem Beitrag sag ich gerne Ja!

  5. Sven Bublitz sagt:

    Eine sehr schöne Darstellung. Nein sagen, um mehr Ja’s zu bekommen.

    Natürlich kenne ich die Situation. Und manchmal hat man dann ja doch schon einmal „Ja“ gesagt, und „Nein“ gemeint. Oder hinterher „Nein“ gewollt.

    Und manchmal hat man auch zu den falschen Leuten „Ja“ gesagt, und hätte besser „Nein“ gesagt. Dann hatte man aber wenigstens etwas gelernt.

    Nämlich wozu man in Zukunft lieber „Nein“ sagt. 🙂

    So ist es wirklich. Danke für diesen erfrischenden Beitrag!

  6. Katrin Klemm sagt:

    @Klaus M. Schmidt – „gesunder Menschenverstand“ – Ja genau, darum geht es. Also nehmen wir uns Zeit, den ab und zu mal zu befragen. Wird spannend gerade in der auf uns zurollenden „von-allem-zu-viel-zu-laut-und-dabei-ach-so-besinnlichen“ Advents- und Vorweihnachtszeit in der sich alle Zeit wünschen und nur wenige sie sich nehmen. Wünsche uns allen good luck beim Ja zum Nein oder wenigstens zum „Jetzt nicht“ damit der gesunde Menschenverstand mit munter Augen in den Kerzenschein blinzeln darf.

  7. @Katrin Klemm –
    danke für die gute Ergänzung,
    mir selbst hat die Formulierung und Nutzung des Begriffs „gesunder Menschenverstand“ gar nicht behagt- Ihr Hinweis ist das wirklich Wichtige: Sich Zeit nehmen! „Zeit zum Nachdenken“.

    Nur der hat und bekommt Zeit, der sie sich nimmt! Danke!

  8. Ich mag den gesunden Menschenverstand.
    Weil er darauf hinweist, dass wir im Inneren genau wissen, was gut für uns und andere ist, jedoch dazu tendieren, die Meinung anderer über unsere zu stellen und ihr dann nachzueifern.

    Erkenen wir wieder, was wir tief innen wissen und handeln wir danach, werden wir leicht als:
    komisch, nervig, „die schon wieder“ abgeurteilt.
    Weil wir dann nicht mehr Mainstream sind, nicht mitschwimmen im Strom sondern dagegen halten, einen festen Standpunkt einnehmen und dadurch viel sichtbarer werden, als andere uns zugestehen.
    Weil wir damit den Mut aufbringen, den andere gern hätten, die ihn sich nicht zu haben trauen, und uns dann dafür abstrafen, dass wir ihn haben.
    Es ist kompliziert.
    Macht aber nichts. Alles andere wäre langweilig 🙂

  9. Hans sagt:

    Tolle Blogparade. Sehr inspirierend. Immer den Fuß auf Gas legen und Ziele suchen.

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