Warum ich nicht mit Adressen für die Akquise handele

Martina Bloch am 1. Mai 2011 um 08:44 Uhr

Immer wieder werde ich von meinen Kunden gefragt, ob ich ihnen auch die Adressen zur Akquise ihrer Zielgruppe zur Verfügung stellen kann.

Immer wieder muss ich erklären, warum ich das nicht tue. Deshalb notiere ich es hier, dann kann ich in Zukunft mit einem link auf diese Begründung verweisen.

Ich handele nicht mit Adressen weil:

  • ca. 90 % aller Adressen die sich in meiner Datenbank befinden, Adressen meiner Kunden sind. Meine Kunden haben sie mir zu Akquisezwecken zur Verfügung gestellt, für sie habe ich Ansprechpartner ermittelt, Durchwahlnummern und E-Mail Adressen recherchiert, postalische Adressen abgeglichen und Verbindungen zu Mutter – und Tochtergesellschaften geklärt.
  • Mit dem Eigentum anderer gehe ich verantwortlich und sorgsam um, hüte es. Ein Verkauf schließt sich immer aus.
  • Zielgruppengrundinformationen kann im Zweifel jeder Adresshändler besser zur Verfügung stellen, als ich, ist er oder sie doch Profi auf seinem Gebiet. Und mit Profis arbeite ich am liebsten zusammen. 🙂
  • Oft empfehle ich meinen Kunden , die notwendigen Adressen selbst zu recherchieren. Ein gut gebriefter Praktikant kann das übernehmen. Warum empfehle ich das? Damit sich im Vorfeld einer Akquiseaktion wirklich intensiv mit der Zielgruppe beschäftigt wird, die Akquise möglichst punktgenau erfolgt, was den Erfolg deutlich erhöht. Dazu aber mehr im nächsten Beitrag in diesem Blog, „Das Gießkannenprinzip“.
  • Adressen veralten. Schnell. Sehr schnell. Nicht unbedingt die postalische Adresse. Aber der Ansprechpartner. (Ich habe mal ein und denselben Investor Relations Manager innerhalb von 1 1/4 Jahr in vier verschiedenen AGs als Ansprechpartner gehabt). Unternehmen werden verkauft, ziehen um, firmieren um, es ist der helle Wahnsinn.  D.h. auch meine Adressen sind nicht zwangsläuftig topaktuell. Aber nur aktuelle Adressen sind von Wert.

Deshalb, liebe Akquisewillige und Adressensuchende: Machen Sie sich die Mühe, und kümmern Sie sich bitte selbst um die Adressen, danke schön.

Wann ein Mailing wirklich der Kundenbindung dient

Martina Bloch am 17. September 2005 um 11:20 Uhr

Heute erreichte mich ein Mailing der der Firma Douglas im Mercado
Als Inhaberin einer Douglas-Card wurde mir ein Schminktermin mit „Beauty-Expertinnen“ plus zusätzlichem Phototermin angeboten.
Kostenpunkt: 10,00 Euro
Da mir in letzter Zeit mehrere Menschen gesagt haben, ich sollte mal ein besseres Photo ins Netz stellen, kommt mir das Angebot wie gerufen.
Auf meine Nachfrage dort, ob es das Photo dann digital gäbe, habe ich zwar noch keine definitve Antwort bekommen, da jedoch mit einer digitalen Spiegelreflexkamera photographiert wird, sollte dies kein Problem darstellen.
Dazu bekomme ich noch einen klärenden Rückruf.
Einen Termin habe ich vorsorglich vereinbart – denn die Idee insgesamt gefällt mir sehr gut.
Was bieten Sie denn Ihren Kunden so als „Extra“ um Sie zu mehr Umsatz in bei Ihnen zu verlocken?