Wieviel müssen Sie noch an die KSK zahlen?
DIHK: Künstlersozialabgabe birgt unwägbare Risiken
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) will die nach seiner Meinung
bestehenden Ungleichbehandlungen bei der Künstlersozialversicherung (KSV) beseitigt
wissen. Auch sollten die rückwirkenden Prüfungen eingestellt werden. Nachzahlungen in die
Künstlersozialkasse für einen Zeitraum von fünf Jahren belasteten Unternehmen ganz
erheblich und stellten viele Betriebe vor teilweise Existenz bedrohende Probleme.
Werbung
Die Künstlersozialkasse (KSK) ist für die Durchführung der KSV zuständig. Sie entscheidet
unter anderem darüber, ob ein Antragsteller als selbstständiger Künstler (in den Bereichen
Musik, darstellende oder bildende Kunst einschließlich Design) oder als Publizist
anzusehen ist.
Unklare Definition des Künstlers
Für den DIHK ist die unklare Definition, wann jemand als Künstler angesehen werden kann,
ein besonders großes Manko. Dieter Bohlen ist einer. Dirk Nowitzki auch. Die
Klitschko-Brüder hingegen nicht. Wann ist ein Prominenter, der Werbung macht, Künstler und
wann nicht, fragt der DIHK in einem Thesenpapier.
Seite Mitte 2007 prüft die Deutsche Rentenversicherung die Abgabepflicht, um mehr säumige
Zahler aufzuspüren.
Beauftragt ein Unternehmen selbstständige Künstler oder Publizisten, muss es eine Abgabe
von derzeit 4,9 Prozent der Auftragssumme an die KSV abführen (VersicherungsJournal
14.5.2007 und 25.9.2007).