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Ist das Einbinden von Youtube Videos in Blogs bald abmahnfähig?

Martina Bloch am 10. April 2014 um 19:05 Uhr

Die IT-Recht-Kanzlei in München schreibt in einem sehr ausführlichen und interessanten Artikel über die Möglichkeit, dass es demnächst Geld kosten  kann, YouTube Videos im eigenen Blog einzubinden.

Weil das dann eigener urherberrechtlicher Content sei und nicht nur ein normaler link.
(So habe ich es verstanden).

Schade, aber: erstmal auf alle Fälle keine eingebundenen Videos hier im Blog.
Wie es bei Xing, LinkedIN oder Facebook ist? Na, auch strittig.

Blogparade: „Wie sagen Sie Danke?“

Martina Bloch am 27. Februar 2014 um 15:29 Uhr

Wenn jemand Sie empfiehlt, aus dieser Empfehlung ein Auftrag wird,
sagen Sie dann Danke?

Wenn Sie Danke sagen, sagen Sie dann einfach Danke,  per E-Mail oder Brief?
Mit einem Goodie, einem Geschenk, einem Blumenstrauß, einer Flasche Wein?
Oder sagen Sie auf ganz andere Art und Weise Danke?

Wenn ja, verraten Sie es mir? Hier?
Oder in einem Blogartikel bei sich?
Es wird nämlich hiermit eine Blogparade zum Thema:

Wie sagen Sie Danke?

Haben Sie darüber nachgedacht, was Ihre Art Danke zu sagen
auslösen kann oder wird?
Versetzen Sie sich bei Ihrem Danke in den Empfehler oder bekommen alle
dassselbe?
Rechnen Sie mit Konsequenzen?

 

So funktioniert es:

Sie schreiben und veröffentlichen einen Artikel zum Thema im eigenen Blog und setzen
einen Link zu diesem Artikel hier. Zur Sicherheit bitte auch einen Link zum Beitrag hier in den Kommentaren hinterlassen.
Die Blogparade läuft vom 27. Februar bis zum 30. März 2014.

Update: Sie wurde bis zum 15. April verlängert.

Ich bin sehr neugierig, wie Sie sich bedanken, sammle und verlinke alle eingegangenen
Artikel und werde am Ende eine Liste der verschiedenen Dankesagmöglichkeiten
(gibt’s das Wort überhaupt?) erstellen.

Natürlich erzähle ich  hier dann auch, wie und wann ich Danke sage.
Und antworte auf die anderen Fragen.
Nur noch nicht jetzt gleich, später 🙂

 

02.04.2014 Jetzt ist später

Vielen Dank für die Beteiligung bisher, ich habe mich darüber gefreut.
Und sage hier ganz deutlich Danke dafür  🙂

Wie sage ich selbst Danke, wenn mich jemand empfohlen hat?
Meistens ziemlich zeitnah per Telefon oder E-Mail.
Am liebsten per Telefon, weil für mich immer noch das gesprochene Wort
einen sehr hohen Wert hat und Emotionen am besten transportieren kann.
Dazu gibt es von mir in der Regel Provision auf die Auftragssumme
(nach Abzug der Kosten), d.h. der Empfehler schickt mir dann eine Rechnung.
Manchmal schicke ich auch ein Geschenk.
Wie letztlich, als auf mich in einem Seminar verwiesen wurde.
Dem Empfehler habe ich einen Massagegutschein geschickt. Weil ich wusste,
dass er den gerade richtig gut gebrauchen kann. Es bekommt also noch lange
nicht jeder das Gleiche.Fände ich sehr langweilig.

Ein Kooperationspartner von mir bedankt sich immer wieder mit Essenseinladungen bei
meinem Lieblingschinesen „Golden“ in Hamburg. Ich mag das sehr!

Ich überlege, als Dankeschön auch  Workshopgutscheine bei mir zu vergeben.
Ist das eine gute Idee?

 

Warum Akquise ohne Kreativität nicht auskommt

Martina Bloch am 16. Februar 2014 um 23:03 Uhr

 

Kreativität. Kreativität? Kreativität!

 

Nicole Gugger fragt in ihrer Blogparade nach Kreativität.

Und ich fühlte mich nicht angesprochen.
Weil ich mich nicht für kreativ halte.

Denn:

Ich koche nach Rezept.
Ich nähe nach Schnittmuster.
Ich kann nicht gut zeichnen, nicht malen, ich kann nicht komponieren,
ich kann keine Romane schreiben.

Ergo: Ich bin nicht kreativ.

Dachte ich.

Bis Nicole mich fragte, ob in der Akquise nicht Kreativität gefragt sei.

 

Und da gings in meinem Kopf los.

Aber ja doch, ohne gute Ideen ist Akquise eher langweilig und bringt viel weniger Ertrag als möglich wäre.
Außerdem macht sie so deutliche weniger Spaß.

Alles Punkte, die in einem erfüllten Leben als Unternehmerin keinen Platz haben.

 

Was bedeutet nun Kreativität in der Akquise?

Kreativität in der Akquise bedeutet, sich genau zu überlegen, wer das was man selbst gut kann wann wo und warum besonders gut gebrauchen kann.

Um um die Ecke denken zu können, weiter als bis zum Tellerrand zu kucken und Chancen für große Schuhverkäufe zu sehen wo andere nur barfüßige Afrikaner sehen, die überhaupt kein Geld für Schuhe haben.

Kreativität in der Akquise bedeutet, sich vom sogenannten Feature Fucking zu verabschieden, sich statt dessen ins Meer der Emotionen zu stürzen um die herauszufischen, die die Kunden genau da treffen wo ihr größter Schmerz auf Linderung wartet.

 

Das könnte so sein:

Unsere Projektmanagementsoftware ist verlässlich, modular aufgebaut, Betriebssystem unabhängig und günstig
Wenn Sie nachts endlich wieder gut schlafen wollen, nehmen Sie keine Pillen mehr sondern verlassen Sie sich einfach auf unsere Lösung.

 

Ich wünsche mir in der Akquise viel mehr Kreativität und viel weniger Einheitsbrei in der Ansprache.

Viel mehr Nachdenken vor dem Tun, viel mehr Einfühlungsvermögen in die Bedürfnissse der Kunden
als  dies ewige Draufhauen auf die KAUF!MICH!JETZT! Glocke.

Damit ihr alle, die ihr mich als Kunden wollt, mir zeigt, wie sehr ihr mich wertschätzt!

 

Das geht.

Eben mit Kreativität.

Die wir alle entwickeln können, wenn wir uns drauf einlassen, unsere vertrauten Trampelpfade zu verlassen und Neues zu wagen.
Fangen wir damit an. Jetzt.

Müssen oder wollen Sie?

Martina Bloch am 7. September 2013 um 07:06 Uhr

Wer müssen sagt und schreibt, kann nicht wollen denken.

Alles was wir müssen, tun wir weil jemand anderes es will.

Dadurch sind wir fremdbestimmt, wehren uns innerlich dagegen
und das Müssen  übt immer mehr Druck auf uns auf.

Alles was wir wollen ist selbstbestimmt entschieden und selbst
wenn wir dadurch viel Arbeit haben, fällt die Arbeit uns leicht.

 

Also entscheiden Sie sich doch dazu, deutlich mehr zu wollen als zu müssen.

 

 

Funkstille

Martina Bloch am 4. August 2013 um 16:33 Uhr

Funkstille

Ich weiss nicht, ob es Ihnen auch schon geschehen ist.

Da steht man im Dialog mit einem potentiellen Kunden, es sieht gut aus,
mündlich oder per E-Mail wurde schon eine Zusage erteilt, Tenor:
Liebe Frau Bloch…,
es soll nur noch in einem weiteren
Gespräch um Details und dann den Vertrag gehen und plötzlich ist

 

Funkstille!

Es wird nicht wie zugesagt angerufen.
Auf E-Mails wird nicht geantwortet.
Anrufe landen immer auf der mailbox.
Nachfragen via Netzwerke laufen ins Leere.

Kein Kontakt ist mehr möglich.
Nichts. Nada. Ne rien. Nothing.

Ich stehe bei solchen Vorfällen, die mir Gott sei Dank
bis jetzt nur wenige Male aber immerhin eben doch zustießen
immer völlig konsterniert vor der Situation.
Weil ich sie absolut nicht verstehe,
nicht nachvollziehen kann, was geschehen ist und
keine Lösung dafür finde, ausser es so hinzunehmen.
Viel lieber wäre mir, es käme eine Nachricht mit einer
Absage und am liebsten noch mit einer Begründung dafür.
Daraus könnte ich wenigstens versuchen zu lernen.

Kennen Sie das?
Was tun Sie dann?

Deine Schwestern finden das Kleid aber sehr schön!

Martina Bloch am 29. Juli 2013 um 19:47 Uhr

So ein schönes KleidKennen Sie solche oder ähnliche Geschichten?:

Meine Mutter hatte sich ein neues Kleid gekauft, zog es an und fragte mich:

Wie findest du das?

Ich daraufhin:

Na, ja, die Farbe steht dir nicht so toll, finde ich.
Und ein wenig
kurz ist es.

Prompt kam von meiner Mutter sehr, sehr energisch:
Deine Schwestern finden das Kleid aber alle sehr schön.

 

 

 

Warum erzähle ich das hier?
Weil es um das Thema Feedback geht.
Angeregt dazu hat mich Nicole Gugger mit ihrem sehr lesenswerten Beitrag:
Plädoyer für eine neue Feedback-Kultur

Meine Geschichte hier beleuchtet das Thema:
Wird wirklich nach Feedback gefragt?
Wie wird mit dem Feedback umgegangen?
Wie kann ich herausfinden, welche Antwort gehört werden will?

Meine Mutter wollte natürlich überhaupt nicht hören, dass mir das neue Kleid
nicht sonderlich gefällt. Sie wollte Lob für ihren guten Geschmack.
Begeisterung darüber, dass ihr das Kleid so supergut steht.
Annerkennung eben.
Keine Kritik.
Auf gar keinen Fall Kritik.
Weil die aber trotzdem kam, wurde die:
„Anderen gefällts aber“ Karte gezogen
und prompt ausgespielt.
Was am Ende zur Aussage führt: Du hast eh vom Thema keine Ahnung,
ich hab dich nur aus Höflichkeit Nettigkeit  was-weiß-ich-denn Gründen gefragt,
meine Entscheidung/mein Kauf/mein Workshop war super, ist doch wohl klar!

So wird immer wieder scheinbar nach Feedback gefragt und an uns
ist es zu erkennen, was hinter der Frage wirklich steht, welche Antwort wohl erwartet wird.

Weil ich selbst das nur nach Gefühl entscheide und dadurch mit meinen Antworten
schon in tiefen Fettnäpfchen gelandet bin, meine Frage an die Fachleute:
Mit welchen Fragen kann man herausfinden, worum es am Ende wirklich geht?

 

 

Test: Sind Sie ein Spammer?

Martina Bloch am 27. Juli 2013 um 08:45 Uhr

Natürlich nicht, werden Sie wahrscheinlich beim Lesen des Titels sagen
und vehement den Kopf schütteln.

Kucken Sie doch mal kritisch, ob Sie das eine oder andere in meiner Liste
nicht doch schon getan haben. Wenn ja, lassen Sie es in Zukunft bitte.
Damit niemand von Ihnen sagt: Der ist ein Spammer!

Sie sind ein Spammer, wenn Sie nur eins der folgenden Dinge tun:

  • Sie ohne double opt in Newsletter verschicken
  • Sie einem neuen Xing Kontakt gleich Ihr Angebot
    per Direktnachricht schicken
  • Sie einen Xing oder LinkedIn Kontakt ungefragt
    in Ihren Newsletterverteiler oder Ihren Einladungsverteiler
    überführen
  • Sie einen neuen Follower bei twitter mit einer Direktnachricht
    begrüssen, die automatisiert ist und ihre Werbebotschaft enthält
  • Sie all Ihren Kontakten über alle Netzwerke hinweg Einladungen zu
    Ihren on- und offline Workshops, Webinaren, Vorträgen schicken
  • Sie in Blogs kommentieren um einen Werbelink zu setzen,
    der Beitrag dabei völlig egal ist
  • Sie in Netzwerken Kontaktanfragen stellen, die so lauten:
    – Wir sind in der gleichen Gruppe, deshalb…
    – Wir nehmen am gleichen Webinar teil, deshalb…
    – Kontakte schaden nur dem, der keine hat, deshalb…
    – Wir finden bestimmt Synergien, deshalb….
  • Sie bei twitter, in ihrer Statusmeldung bei Xing oder LinkedIn
    mehr als zweimal im Monat auf:
    – Ihr neues Buch hinweisen
    – zu ihrem kostenpflichtigen Seminar einladen
    – erzählen, wie toll ihr Profil bei Xing/Ihre Website/ Ihr Blog ist
  • Sie bei facebook alle Ihre Kontakte auffordern, irgendeine Seite
    bevorzugt natürlich Ihre Seite zu liken
  • Sie Gruppenmoderatoren anschreiben, damit die Ihre Webinare im Newsletter bewerben

Fehlt in meiner Liste noch etwas? Dann bitte in einem Kommentar erzählen, danke schön.

Falls Sie einen der Punkte unberechtigt finden, fragen Sie sich bitte, ob Sie es ganz
toll fänden, wenn alle Ihre Kontakte genau dies bei Ihnen und mit Ihren Daten tun.
Wenn Sie das durch und durch (ehrlich müssen Sie da ausschliesslich sich selbst
gegenüber sein) sagen können: Finde ich ganz klasse, genau so gefällt es mir sehr,
dann, aber wirklich nur dann, machen Sie einfach so weiter.

Wozu braucht man eigentlich ein CRM?

Martina Bloch am 26. Juli 2013 um 12:22 Uhr

Weil soviele meiner Kunden statt mit einem CRM mit diversen Excellisten arbeiten
in denen die Kundenkontakte und Kundendaten verwaltet werden und mich immer
wieder Menschen fragen, wozu ein CRM eigentlich dient, heute mal ein Beitrag
dazu.

Als erstes zeige ich, wie man Kundendaten erfassen kann, habe diverse Screenshots dazu erstellt.

Mit Excel fange ich an.

Excel ist von seiner Grundidee her kein Adressverwaltungsprogramm sondern dient
primär der Tabellenkalkulation.
(Dass man damit auch malen kann, steht auf einem ganz anderen Blatt :))

Verwalte ich nun meine Kundendaten in Excel, kann das so aussehen:

Exceliste 1 Datenverwaltung Juli 2013Exceliste 2 Datenverwaltung Juli 2013

 

 

 

 

 

 

Hier habe ich die Darstellung sehr verkleinert, in gut lesbarer Grösse muss ich
innerhalb des Datensatzes nach rechts scrollen, um alle Informationen zu erfassen.
Muss ich erwähnen, dass das mühsam ist?
In Excel kann nach jedem Feld sortiert werden, so können Sie ihre Datensätze
nach Priorität, Ort, Wiedervorlage oder was immer Ihnen wichtig ist, sortieren.
Ausserdem kann man mit Exceldaten Serienbriefe erstellen, Etiketten drucken usw.
Das spricht im ersten Schritt für Excel.
Jedes CRM kann solche Aktionen standardmässig und noch viel mehr dazu,
deshalb ist und bleibt Excel für die Kundenverwaltung immer nur eine
sehr wackelige und bruchgefährdet Krücke!

Ok, ok, höre ich manche, wir nutzen eh kein Excel dafür, sondern outlook oder einen
anderen Kalender.
Das sieht dann z.B. so aus:

Kalender als CRM nutzen Juli 2013

Wie Sie links sehen, kann auch so
dokumentiert werden, was Sie mit
Ihren Kunden oder potentiellen
Kunden besprechen und verhandeln.
Was so leider überhaupt nicht geht:
Nach Stichworten filtern, Serienbriefe
erstellen,nach Umsätzen filtern,
Kampagnen erstellen und durchführen.
Jedoch: Seine Kundendaten so zu pflegen
ist immer noch viel, viel besser
als zu glauben, man behält alles im Kopf 🙂

 

Was aber kann ein richtiges CRM jetzt soviel besser, dass es sich lohnt,
darein zu investieren?

Ich zeige es Ihnen mit ein paar Screenshot meines CRM.
Wobei ich ausdrücklich betone, dass auch meines nicht die
eierlegende Wollmilchsau ist, es sehr viele andere gute
CRM Lösungen gibt.
Bevor Sie also überhaupt eines kaufen, erstellen Sie bitte
ein Pflichtenheft, in dem Sie sehr genau festhalten,
was Ihr CRM alle können soll!

So sieht in meinem CRM die normale Ansicht aus.
(Wobei ich im Ansichteneditor diese Ansicht konfigurieren kann)

CRM Datensatz Ansicht

 

 

 

 

 

 

 

Hier ein paar Ansichten, die zeigen, was man mit den
Daten alles tun kann.

Etikettendruck, E-Mail Versand, Briefversand, Serienbrief etc.

Etikettendruck, E-Mail Versand, Briefversand, Serienbrief etc.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Adressen neu, Andressen verknüpfen, Adressen kopieren, Feldinhalte ersetzen/ergänzen

Adressen neu, Andressen verknüpfen, Adressen kopieren, Feldinhalte ersetzen/ergänzen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Adressrecherche

Adressrecherche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie sehen, die Möglichkeiten, die ein gutes CRM bietet sind enorm.
Bei mir ist es wie mit Word, ich nutze noch längst nicht alle Funktionen,
arbeite aber daran.
Neu ist die Verknüpfung von CRM mit Social Media, wie in diesem Interview
erzählt wird, das wird für viele  noch eine Herausforderung werden.

Gibt es jetzt von Ihrer Seite aus noch offene Fragen zur Nutzung eines CRM?

Viel hilft nicht viel

Martina Bloch am 6. Juni 2013 um 15:58 Uhr

Eigentlich müssten wir es alle wissen, dass viel nicht viel hilft.

– Viel Sonnencreme hilft nicht gegen Sonnebrand

– Viel Waschpulver hilft nicht bei hartnäckigen Tintenflecken

– Viel Kaffee hilft nicht beim Wachbleiben

– Viel Drüberreden hilft nicht beim Tun

Warum ich solche Allgemeinwissen hier zum Thema mache?
Weil mir in letzter Zeit in diversen Blogs die ich regelmässig lese, auffällt
wie oft es am Ende  eines Beitrags Handlungsaufforderungen gibt wie:

Ruf! Mich! An!
Sprich! Mit! Mir!

Natürlich nicht ganz so plump, aber doch. Immer wieder das:
ich kann ihnen weiterhelfen,
ich weiss mehr dazu, ich , ich , ich, kauf mich!

Mich persönlich stört das.

  1. Weil ich es aufdringlich finde
  2. Weil ich finde, die Autoren haben es nicht nötig so zu werben
  3. Weil ich weiss, was ich dort kaufen kann, wenn ich will, aber
    nicht andauernd darauf hingewiesen werden will.
  4. Weil ich, wenn ich solch einen Artikel verlinke oder teile, automatisch
    zum Werbeträger werde.

Letzeres will ich auf keinen Fall. Also höre ich auf, inhaltlich wirklich gute Artikel
in meinem Netzwerk zu verbreiten.
Was doch wirklich schade ist.

Frage: Wie stehen Sie zu dieser Art Werbung? Gefällt Sie Ihnen?
Kaufen Sie deswegen? Ist das gute Akquise?

Nicht mehr arbeitsfähig! Und nun?

Martina Bloch am 6. Mai 2013 um 10:39 Uhr

 

In diesem Jahr habe ich es endlich geschafft, mehr bei den Digital Media Women Hamburg präsent zu sein, was mir  letztes Jahr so wenig gelang.
Promt wurde ich da von Carolin Neumann gefragt, ob ich nicht auch bei den DMWHH meinen Vortrag zum Thema:

Nicht mehr arbeitsfähig! Und nun?

halten könnte. Und wie ich konnte, ist es mir doch ein inneres Anliegen meine Erfahrung so weiterzugeben, dass möglichst viele Unternehmer und Unternehmerinnen rechtzeitig Vorsorge betreiben, um im Fall einer langwierigen Erkrankung nicht insolvent zu gehen.
Und damit meine ich nicht nur Versicherungen, wie meine Auflistung weiter unten zeigt.

So eine Erkrankung kann ein an sich fast banaler Fahrradunfall, Treppensturz sein, bis hin zu schweren und langwierigen Erkrankungen wie einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall, einer Krebserkrankung.
Der Möglichkeiten krank zu werden sind unzählige :(, die Möglichkeiten gute Vorsorge zu treiben sind gar nicht
so viele, aber lest selbst:

 

Was du heute kannst besorgen…

Das Wichtigste vorweg: Schiebt diese Dinge nicht auf, fangt spätestens morgen damit an!

Organisatorisch, jetzt:

Ämter

  • Generalvollmacht im Bundesregister (bedarf eines Notars)
  • Postvollmacht ausstellen

Banken

  • Bankvollmacht für Partner/Mitarbeiter (mit Bank klären, dass diese Vollmacht gilt)

Versicherungen

  • Krankentagegeldversicherung abschließen (zusätzlich zur Absicherung z.B. via Künstlersozialkasse)
  • Dread Disease Versicherung prüfen
  • Praxisausfallversicherung prüfen (nicht nur für Ärzte möglich, aber wohl Altersgrenze bis 50 Jahre)
  • Berufsunfähigkeitsversicherung

Im Büro

  • Ordner so beschriften, dass ein Ersatz sich zurechtfindet
  • Alle (!) Passwörter für Anwendungen/Netzwerke/Online-Banking an Vertrauensperson geben (alternativ einen speziellen Nachlass-Dienst nutzen oder die Passwort-Liste in einer verschlüsselten Cloud, z.B. bei Wuala, ablegen und das dafür notwendige Passwort z.B. in einem Umschlag weitergeben)
  • aktive Kundenliste erstellen
  • gute Projektordnung auf dem Rechner erstellen
  • Screenshot des Windows Explorer (Analog Organisator beim Mac) erstellen, damit die Systematik der Ordner von einem Aussenstehenden erkannt werden kann
  • Liste wiederkehrender Zahlungen für das Unternehmen inkl. Fälligkeiten erstellen, Kredite nicht vergessen
  • Offene Rechnungen an einem gut sichtbaren Platz sammeln
  • Daten in der Cloud sichern
  • Zugang zur Cloud weiterreichen

Privat

  • Patientenverfügung
  • Testament
  • Liste wiederkehrender Zahlungen für den Privatbereich inkl. Fälligkeiten erstellen, Kredite nicht vergessen
  • Vermögenswerte auflisten (Aktien, Barvermögen, Immobilien, Beteiligungen, Bilder, Silber, Schmuck etc. nicht vergessen)
  • Zugänge ermöglichen (Tresor, Bankschließfach etc.)

Absicherung von Familie und Vermögen klären

  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Zusatzversicherungen klären
  • Auch klären: Wie haben die (erwachsenen) Kinder vorgesorgt?
  • Die Nummern derjenigen, die im Notfall angerufen werden sollen, im Handy mit ICE (In Case of Emergency) oder IN (Im Notfall) versehen. Dann wissen Fremde sofort, wen sie informieren sollen.
  • Freundschaftskette für den Notfall aufbauen, inkl. Telefonliste
  • Beerdigung klären (Wo, wie, Kirche ja/nein, etc.)

Organisatorisch, bei Krankheitsbeginn

  • Finanzamt informieren → Steuervorauszahlungen senken
  • Krankenkasse informieren
  • Krankentagegeld beantragen
  • evtl. Unterstützung für die Versorgung minderjähriger Kinder beantragen
  • Haushaltshilfe beantragen

Menschlich vor einer Erkrankung und bei Beginn:

  • Mitarbeiter einstellen/als Freie ans Unternehmen binden
  • Netzwerk aufbauen
  • Verlässliche Partner finden
  • Wie kommuniziere ich das Thema bei meinen Kunden?

Inhaltlich vor einer Erkrankung

  • Klären, welcher Mitarbeiter was kann, Wissen weiterleiten
  • Klären, wer welche Aufgaben übernimmt

Zu guter Letzt:
LEBT im Hier und JETZT!
Erkennt, was gut ist. Heute, jetzt. Damit ihr nie bereut, euch nicht gefreut zu haben, wenn es Grund zur Freude gab.

Und bitte, bleibt gesund!