Akquiseblog

Gute Akquise kann so einfach sein


Viel hilft viel, oder die Verkaufszahlen geben mir recht.

Manchmal glaube ich, ich bin zu kritisch. Aber eben nur manchmal.

Was ist geschehen?

Ich beziehe den Newsletter eines von vielen Menschen hochgelobten Salestrainers. (Der Name tut hier nichts zur Sache.)

Jeder Newsletter ist gespickt mit Werbung für seine Seminare, seine Veranstaltungen, sein neues Buch.

Für mich interessante News suche ich, finde sie aber nicht.  Also entscheide ich, den Newsletter abzubestellen.

Das aber geht nicht, ich erhalte eine Fehlermeldung. So schicke ich eine persönliche E-Mail und bitte, aus dem Verteiler genommen zu werden.

Soweit alles ganz normal.

Dann gehts los: ich bekomme wieder eine E-Mail von ihm. Mit WERBUNG für sein neues BUCH.

Sehr innovativ aufgemacht. Wie immer eben.

Ich rufe bei ihm an, seine Mitarbeiterin ist am Telefon. Sie sagt, ja, ja, sie wissen, dass das mit dem Abmelden nicht klappt, sind da dran, und ja, ja, sie wissen, das noch E-Mails verschickt werden, ihr Dienstleister ist da nicht ganz fit.

Ich war zugegebenermaßen leicht mittelschwer vergrätzt. Habe gefragt, warum sie  den gesamten Versand nicht einfach stoppen, bis das Problem behoben ist.

Antwort O-Ton: Wir haben doch 6000 Interessenten, die warten auf unsere Newsletter.

AHA. Deshalb darf man ungestraft Spam verschicken. Und das ist dann guter Verkauf.

Ich lerne nicht aus, scheint mir.

Dem Salestrainer habe ich eine Beschwerde E-Mail geschickt, worauf hin er mich anrief und sich für die Belästigung entschuldigte.

Netter Zug von ihm.

Und dann sagte er: ” Aber die Verkaufszahlen belegen, dass wires richtig machen, mein Buch ist ganz oben auf der Bestsellerliste”

Ausserdem hätte sich ausser mir nur noch eine andere Frau beschwert.

Merke:  Es ist völlig wurscht, ob man sich gesetzeskonform verhält oder nicht, völlig wurscht, ob man spammt oder nicht, völlig wurscht, ob sich jemand beschwert. Hauptsache die Verkaufszahlen stimmen. Dann ist der Akquiseweg völlig zweit, nein drittrangig. Das Beschwerdemanagement sowieso.

Schöne neue Verkäuferwelt!

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Ein offener Brief an einen Newsletterversender

Also, fast ein offener Brief. Denn echte Namen werden nicht genannt, hier ist kein Pranger.

Aber eben doch ein Brief, den ich als E-Mail gerade versandt habe.

An einen Newsletterversender, dessen Newsletter ich abbestellt hatte und der mir dann noch eine E-Mail schickte.

Sehr geehrter Herr Schnickenfittich,
ich vermute zwar, dass Sie diese E-Mail eh nicht lesen,
trotzdem schreibe ich Ihnen.

Da bestelle ich Ihren Newsletter ab. Mache damit deutlich,
dass ich Ihre Newsletter nicht mag. Begründe das sogar.
Mit dem Ergebnis, dass Sie mir noch eine E-Mail schicken.
In der Sie wieder für Ihre Veranstaltungen werben.
Und damit haben Sie bei mir endgültig jegliches Ansehen verloren.

Wie plump darf Werbung denn sein? Wie impertinent?
Und das bringen Sie anderen bei? Wie furchtbar.

Sie versuchen, mich mit einem Geschenk zu ködern.
Für so blöd halten Sie mich, dass ich mich so rumkriegen lasse?
Wie unverschämt und respektlos.

Nein, Nein, Nein, ich möchte von Ihnen nichts mehr lesen müssen.
Es regt mich nur auf.

Löschen Sie alle Daten von mir und schicken Sie mir nie wieder eine E-Mail.

Danke.

Martina Bloch

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Newsletter ganz ohne Kundenzufriedenheitsbefragung ?

Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ich lese sehr wenige Newsletter.

Die meisten, die ich abonniere, bestelle ich nach kurzer Zeit wieder ab, weil mich die Dauerwerbeberieselung die immer mit dabei ist so langweilt.

Aber darauf wollte ich ja gar nicht hinaus.

Sondern auf die Frage:

Warum fragt mich eigentlich nie, wirklich nie, nie, nie jemand, warum ich den Newsletter nicht mehr lesen möchte?

Ist es den Versendern so wurscht?

Oder gibt es kein tool dafür?

Oder hat sich noch nie jemand Gedanken dazu gemacht?

Wäre das nicht die Gelegenheit, zu erfahren, wie man seinen Newsletter attraktiver gestalten kann?

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Sätze die ich liebe 2

Typisch Kunde! –Einfühlungsvermögen und Überzeugungskraft zählen

schrieb der Vertriebstrainer, der meine E-Mail Adresse mit seinem von mir unbestelltem Newsletter zuspamt.

Hach. Ich bin ein typischer Kunde und vermisse Einfühlungsvermögen und Überzeugungskraft. Vor allem aber Professionalität!

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