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10minMe: Mehr Work Life Balance tut not

Martina Bloch am 16. Juli 2018 um 11:59 Uhr

 

Nicht nur auf dem Bild kann man sich für verschiedene Wege entscheiden. Auch im Leben habe ich diese Chance. Genau aus diesem Grund habe ich die letzten Tage nicht am #10minBlog teilgenommen. Weil ich mehr am Leben außerhalb meines Berufes teilgenommen habe 🙂
Carpe Diem lebe ich schon lange, doch seitdem ich wieder gesund bin, ist mir das Thema Work Life Balance noch viel, viel wichtiger geworden. Weil ich verstanden habe, wie schnell ein Leben zu Ende sein kann und wie schade es dann ist, nicht intensiv und voller Freude gelebt zu haben.
Meine Arbeit macht mir wirklich viel Freude, doch andere Dinge wie Freunde, Familie, Hobby und Sommer eben auch.
Deshalb nehme ich mir täglich die Freiheit, zu entscheiden, ob ich arbeite oder nicht.
An manchen Tagen ist es viel wichtiger, den 92 Geburtstag einer Freundin zu feiern, sich auf den Besuch von Familie zu freuen oder den Tag der Nähmaschine zu widmen.
Work-Life-Balance bedeutet nämlich genau das. Eine Balance herzustellen, in der Arbeit und anderes Leben sich die Waage halten.
Was bei mir mittlerweile meistens sehr gut klappt.
Mit weniger Blogbeiträgen dann eben, dafür mit mehr Vergnügen an anderer Stelle.
Und wie ist das bei Ihnen?
Klappt das auch so gut mit der Balance?

10minMe: Mehr Sachlichkeit tut gut

Martina Bloch am 12. Juli 2018 um 20:47 Uhr

Heute bin ich spät dran. Haben den Tag über einen Workshop zum Thema Kaltakquise und mußte dann erstmal ausspannen und durchatmen.

Deshalb erst jetzt mein Artikel für heute. Morgen kommt gar keiner, da bin ich unterwegs um einer 92 jährigen Freundin zum Geburtstag zu gratulieren und komme erst spät zurück.
Jetzt aber zum Thema.

Kunden können mich manchmal auf die Palme treiben. Ganz, ganz nach oben.
Weil sie nicht mit mir reden, nicht antworten, sich irgendwie in Schweigen hüllen.
Oder weil sie tun Dinge, die aus meiner Sicht unklug bis dumm sind.
Ich bekomme Puls, rege mch auf. Bin versucht, entsprechende E-Mails zu schreiben.
Und dann erinnere ich mich an die klugen Ratschläge aus meiner Familie:

„Tritt doch mal einen Schritt zurück. Geh runter von der Emotionsebene und rauf auf die Sachebene“
ist der eine gute Ratschlag.

„Mach dir klar, was dein Ziel ist. Dann prüfe, ob deine geplante Handlung deinem Ziel dient.“ ist der andere gute Ratschlag.
Beide habe ich gelernt zu beherzigen.
Einer Freundin bringe ich es gerade bei.
Weil es so wenig hilfreich ist, unwirsch zu werden. (ist das nicht ein schönes Wort ? ). Weil es der Zielerreichung so gar nicht dient, unfreundliche E-Mails zu schreiben.
Weil die Sachebene soviel leichter zu bespielen ist, als die Emotionsebene.
Da ich aber keine Heilige bin, die einfach auf Knopfdruck umschalten kann, schreibe ich meinen Ärger, meine Wut mit heftigen Worten in ein Worddokument.
Das liegt dann Tage auf meinem Rechner. Bis ich es entspannt lösche, weil die Wut wieder verraucht ist.

Während meine auf Sachebene geschriebene E-Mail tut was sie soll: Der Kunde spricht wieder mit mir oder erkennt, dass die nächste Aktion klüger geplant wird.

So klasse, wenn man gute Ratgeber hat!

 

10minMe: Mein schlimmster geschäftlicher Verlust

Martina Bloch am 11. Juli 2018 um 07:57 Uhr

Maren hat mich gefragt, worin ich in meiner Selbständigkeit einmal gescheitert bin.
Gescheitert bin ich mit der erfolgreichen Gründung einer Limited, einer UG und einer GbR.
Doch dazu wann anders mehr.

Gescheitert bin ich auch an dem Versuch, einen mir sehr, sehr, also sehr liebgewonnen Kunden zu halten.
Vom Anfang an:

Eine PR Frau, mit der ich mich, auf Vermittlung meines Steuerberaters, mal auf einen Schnack getroffen hatte, rief mich an. Sie hatte von einem befreundeten Designer ein Fax weitergeleitet bekommen, in dem ein finnisches Designhaus Hilfe bei der Akquise deutscher Kunden suchte.
Die PR Frau fand sich dafür nicht geignet, erinnerte sich aber an unser Treffen und suchte den Kontakt.
Das Fax wanderte zu mir und ich schrieb eine E-Mail.

So begann meine ganz und gar wunderbare Zeit mit Marja Kurki .
Drei Jahre lang beackerte ich mit meiner finnischen Kollegin Mimma den deutschen Markt, mit dem Ziel, die Unternehmen mit Tüchern und Krawatten aus Seide mit Corporate Design auszustatten.
Es gelang gut. Große Firmen wie Vitakraft, der TÜV Nord, International Farbenwerke, um nur einige zu nennen, wurden Kunden.

Ich flog zu Kick-Off Meetings nach Helsinki, fing an Finnisch zu lernen.
Minä olen Martina, minä olen Hamburgilainen, mittä kuluu?
ist davon noch im Kopf.

Mimma und ich fuhren gemeinsam zu den von mir akquirierten Terminen in Norddeutschland. Sie wurde mir eine Freundin.
Später dann fuhr ich allein durch Norddeutschland, bis auf eine kleine Aussnahme die einzige Aussendienstzeit meiner Selbständigkeit.
Ich habe es geliebt!

Dann kriselte es in der Fa. Die Umsätze folgten nicht den Plänen und Erwartungen. Eine Vertriebsleiterin wurde eingestellt. Sie meinte, mir meinen Job erklären zu müssen. #seufz Die Stimmung kippte. Die Geschäftsleitung auch. Eine Frau kam an die Spitze. Und ich merkte: es ändert sich was.
Ich fing an, mir Sorgen zu machen, die Sorgen verfolgten mich in den Schlaf.

Weil ich finde, dass Kunden in meinem Schlafzimmer nichts zu suchen haben, buchte ich eine systemische Aufstellung der Situation.
Das Ergebnis war, wie ich es innerlich schon wusste.
Die neue Geschäftsführerin wollte nicht mit Deutschen arbeiten, nur mit Finnen.
Und obwohl ich mich sehr anstrengte, auch erfolgreich war, wurde die Zusammenarbeit gekündigt.

——– ich war so traurig——

Völlig abgesehen davon, dass mir ein großer Kunde weggebrochen war, hatte ich einen echten, tollen Wunschkunden verloren.
So war zumindest mein Gefühl. Dass er schon länger gar nicht mehr ein Wunschkunde war, wurde mir nur langsam klar.
Tätsächlich habe ich mehr als ein halbes Jahr gebraucht, um diesen Verlust zu verschmerzen.
Noch heute denke ich sehr, sehr, sehr gern an die schöne Zeit mit Marja Kurki, besonders aber mit Mimma zurück.
Es bleibt die Erkenntnis:
Wäre ich nicht selbständig geworden, hätte ich das nie erleben können.
DAS wäre ein viel größerer Verlust gewesen 🙂

 

Diesen Post habe ich nicht in 10 Minuten geschrieben, ich habe 18 Minuten gebraucht.
Sei es drum.
Frage beantwortet, Maren?
Die Firma Marja Kurki bietet heute keine Tücher und Krawatten mit Corporate Design mehr an.
Hat dazu auch keine Referenzen mehr online.
Ich kann aber sagen: Die Designs waren spitzenmäßig und besonders!

10minMe: Jetzt wird es privat

Martina Bloch am 10. Juli 2018 um 12:11 Uhr

Der Timer läuft und ich will auf die Frage antworten, auf die Maren und Steffi gern eine Antwort hätten:

Warum ich so wenig Privates im Netz von mir gebe.

Fängt ja schon mit dem Wort Warum an: das verlangt gefühlt immer eine Rechtfertigung und ist ein doofes Fragewort. Macht heute aber nichts.

Tja, warum erzähle ich Ihnen und euch im Netz so wenig über meine privaten Angelegenheiten?
Ganz einfach:

Ich stelle mich auch nicht auf den Jungferstieg und rufe sie dort hinaus, oder klopfe bei meinen Nachbarn an die Tür, um sie ihnen zu erzählen.
Beides fände ich megaschräg, und genauso schräg und unangegbracht finde ich es, den möglichen Millionen Lesern mein Privatleben auszubreiten.
Wikipedia sagt dazu:
Im Kontext zu Personen gehört Privates nicht der Allgemeinheit, sondern nur einer einzelnen Person oder einer eingegrenzten Gruppe von Personen, die untereinander in einem intimen bzw. einem Vertrauensverhältnis stehen.
Das intime Verhältnis trifft es gut. Ich stehe mit Ihnen und euch nicht in einem intimen Verhältnis.
So viele Verhältnisse könnte ich auch überhaupt nicht verarbeiten, geschweige denn pflegen.
Außerdem gehört das Wohl und Wehe der Mitglieder meiner Familie nicht ins Netz, das fände ich extrem übergriffig. Sie alle entscheiden selbst, worüber sie die Netzgemeinde informieren.

Mein Abendessen müssen Sie und ihr auch nicht kennen, es reicht, wenn es mir schmeckt.

Obwohl ich, und jetzt wird es sehr privat!, gern die Lindenstraße sehe, (uff, was für ein öffentliches Geständis), ist mir Voyeurismus suspekt.
In der Lindenstraße sind es gespielte Lebensgeschichten, doch die Menschen im realen Leben sind mehr und mehr an echten Lebensgeschichten interessiert.
Wie ich vermute, nicht aus Menschlichkeit und Zuneigung heraus, sondern weil es sich dann so gut sagen lässt:
Ach, fein, sooo schlecht geht es mir dann ja doch nicht, und sooo doof bin ich auch nicht.
Gefällt mir gar nicht.

Dazu will ich mit meinen Gefühlen, Erlebnissen und Ärgernissen nicht im Rampenlicht stehen. Wozu auch?
Schon diese Selfiesucht verstehe ich nicht, diese unentwegte Nabelschau finde ich gruselig.

Und jetzt klingelt der Wecker, 10 Minuten sind um und ich „habe fertig“.

Dies ist ein Beitrag zur #10minBlog-Challenge von Maren. Jeder darf mitmachen, auch jetzt noch.
Also los 🙂

10minMe: Mehr Wert bringt Mehrwert

Martina Bloch am 9. Juli 2018 um 18:10 Uhr

Heute ist es knapp. Ich habe noch so viel zu tun…siehe mein Post von gestern…aber los.

Ich wollte über Wert sprechen, schreiben und tue es auch:
Es gibt so viele schöne Worte mit Wert.
Wertschätzung, Wertung, Wertschöpfung, Wertverlust, wertvoll, verwerten, Werterhöhung, Mehrwert.

Was aber genau ist der Wert?  Wem ist eigentlich was genau wieviel wert?
Im Rabattbeitrag habe ich die Frage schon aufgeworfen, hier nochmal:

Ist etwas wirklich etwas wert, nur weil jemand einen Preis dranschreibt?

Von mir dazu ein klares Nein. Für mich hat etwas einen Wert, wenn es mir nutzt, mir hilft, mich erfreut, mich beglückt, mich mit mehr Wissen füllt, mich inspiriert, mich sättigt, mich begeistert, mich zum Lachen bringt, mich anrührt, mich braucht.
Während ich dies so schreibe, merke ich, wieviel unterschiedlich wertvolle Dinge meine Welt füllen und wieviele davon gar keinen Preis haben, schon weil sie nicht käuflich sind.
Deshalb sagt für mich ein Preis eben gar nichts über den Wert einer Sache aus.

Sondern nur, wieviel der Verkäufer haben will.
Was dann, um wieder auf das Beispiel aus dem anderen Beitrag zu kommen, bei Werbung, die einen Wert von 750,00 € verspricht, aber nur 75,00 € dafür haben will, paradox wird.
Was ist das am Ende für ein Wert, der so billig zu haben ist?

Hat jemand dazu eine Antwort für mich?

10minMe: 90% aller Probleme sind hausgemacht

Martina Bloch am 8. Juli 2018 um 14:33 Uhr

Lustig, gerade las ich bei Inga, dass sie es nicht geschafft hatte, jeden Tag 10 Min. zu schreiben.
Genau so ging es mir gestern.  10 Minuten fürs Blog passten einfach nicht in den durchgeplanten Tag.
Und weil mich das dann auch ein wenig nervt, habe ich mir, bestimmt zum trillionsten Mal, klargemacht, dass ich, ICH! , zumindest 80% meiner Zeit selbstbestimmt gestalten kann.
Was bedeutet, wenn ich in Streß komme, brauche ich nach keinem Schuldigen zu suchen, sie steckt in mir.
Also habe ich gestern schnell beschlossen, dass ich es hinnehme und damit auch gut leben kann, dass ich einen Tag der Challenge auslasse.
Besonders seit meiner schweren Erkrankung vor 6 Jahren bin ich nicht mehr so streßresistent, tue also gut daran, meine Tage  nicht zu voll zu stopfen.
Leider vergesse ich das immer wieder, habe da also noch ein wenig Training nötig.
Wie gestern 🙂
Eigentlich wollte ich heute ja über Wert schreiben, hat beinahe hingehauen, denn Zeit hat einen unerhört hohen Wert für mich, der sich konstant weiter erhöht.
Wenn ich es jetzt noch hinbekomme, nur 60 % meiner Zeit zu verplanen, weil der Rest sich eh von selbst verplant, bin ich am Ziel.
#Hach, was ist das Leben ohne Herausforderung? Eben! Ich lern‘ das noch, da bin ich sicher. Vielleicht ja schon morgen.

Danke für Ihre Zeit, dies hier alles zu lesen, ich weiß sie zu schätzen!

Und die meinen Zeit für diesen Beitrag ist um. Raus in die Sonne 🙂

 

10minMe: Rabat ist eine Stadt in Marokko

Martina Bloch am 6. Juli 2018 um 08:22 Uhr

 

RABATT!

Darüber wollte ich schon lange mal schreiben.
Ein Wort, das mir im Vertrieb schon immer aufgestoßen ist.
Also, zumindest seitdem ich mehr darüber nachdenke, warum Dinge so sind, wie sie sind 🙂
Wann immer ich das Wort Rabatt lese, werde ich vorsichtig.
Denn ich habe gelernt: Rabatt ist immer vorher eingepreist worden. Und nur, weil irgendwo Rabatt draufsteht, bedeutet das nicht, dass die Leistung, das Produkt, ihren Preis wert ist.
Sie kennen bestimmt diese Werbeschaltungen für E-Books, Webinare, etc.

Die heißen oft so: Jetzt nur 75,00 Euro, Wert: 750 €.

Da wird Rabatt gegeben. 90%  !!!!

Und Sie glauben, dass das Produkt wirklich 750,00 € wert wäre?
Ich sehe, das Wort Wert ist einen weiteren Artikel wert :-), zurück zum Rabatt.
Tatsächlich habe ich noch nie in den langen Jahren meiner Selbständigkeit mit Rabatt geworben, es hat mir, soweit ich weiß, nicht geschadet.
Selbst kaufe ich manchmal rabattierte Produkte. Das sind primär Klamotten oder Stoffe.
Dienstleistungen, Workshops, Beratungen will ich nicht rabattiert bekommen. Ich will einen ordentlichen Preis erhalten. Den ich für mich nachvollziehen kann.

Dann darf ein Seminar auch 800,00 oder mehr Euro kosten. Weil es mir, mir!!!! das dann wert ist.

Heute bin ich schnell, noch 20 sec übrig.

 

 

 

 

 

 

RABATT!

10minMe: Mehr Beitrag im Blog

Martina Bloch am 5. Juli 2018 um 17:19 Uhr

Die Idee zu 10minMe kommt von den tollen Meetups in Hamburg, bei denen ich auch schon viel zu lange nicht mehr war.

Was zu den fehlenden Blogbeiträgen hier gut passt.
Deshalb kommt der Anstoß von MarenMatschenko, den ich über Stephanie Wagner erfuhr, sich an den kommenden 30 Tagen je 10 Minuten Zeit zu nehmen, um kurze, aktuelle, nicht großartig konzeptionierte Blogartikel zu schreiben, gerade recht. Schnell mal das, was mir gerade durch den Kopf geht und was ich Ihnen vielleicht schon viel länger mal erzählen wollte, hier notieren.
Mit oder ohne Bild, mit oder ohne link, je nachdem, wofür die Zeit reicht.
Der Timer läuft!
Das Me soll auf mehr Persönliches hinweisen, dass ich mit einbauen will.
Oft scheue ich das, wobei ich weiß, dass Menschen gern mehr Persönliches lesen.
Ich halte das oft für eine Form des Voyeurismus, doch die nächsten Tage plaudere ich ein wenig mehr von mir, als Sie es gewohnt sind.
So zumindest ist der Plan.Gibt’s denn was, was Sie gern wüßten?
Dann schreiben Sie es mir doch bitte in die Kommentare. Wenn es nicht zu privat ist, greife ich es gern auf.
Jetzt klingelt es, also Schluß für heute. More to come 🙂